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Dienstag, 27. September 2016

Rezension: "Küss mich/Es ist die Liebe, die wir nicht begreifen" - Bart Moeyeart

[Hier erhältlich]






Titel: "Küss mich/Es ist die Liebe, die wir nicht begreifen"

Autor: Bart Moeyeart

Übersetzerin:
Mirjam Pressler

Genre: Jugendbuch, realistische Literatur

Verlag: dtv, Reihe Hanser

Klappentext dtv: ,,Freundschaft und Liebe – zwei literarische Kleinode in einem Buch.
Da sind zwei Mädchen, die einander verachten und doch bald ein großes Geheimnis miteinander teilen werden. Und da ist Axel mit seiner Mutter. Beide streiten nur noch, bis wir erfahren, welches Schicksal sie verbindet. Was ist Liebe? Wie weit geht sie? Welche Facetten hat sie? Bart Moeyaert stellt große Fragen. Und bereichert jeden Leser."

Zum Buch: Das Buch erschien am 26.08.2016, enthält 208 Seiten, ist ab 14 Jahren und als Taschenbuch erhältlich. In Deutschland kostet es 9,95€ und in Österreich 10,30€.

ISBN: 978-3-423-62641-5

Rezension: "Küss mich/Es ist die Liebe, die wir nicht begreifen" besteht offensichtlich aus zwei verschiedenen Geschichten. Beide Covers sind wirklich präzise und gut durchdacht ausgewählt, ebenso wie die Titel. Beide Titel erscheinen nämlich in den Texten, was die jeweiligen Geschichten ansprechender und "sympathischer" wirken lässt.

Außerdem muss die Übersetzung aus dem Niederländischen von Mirjam Pressler gelobt werden, da das Buch wirklich sehr gut zu verstehen ist. Sehr auffällig sind die rhetorischen Mittel, denn davon wurden viele verwendet; am meisten kommt allerdings die Anapher vor, was die Aussagen und Handlungen der Charaktere intensiviert und dem Leser/der Leserin somit das Gefühl gibt, viel näher an den Situationen dran zu sein.

Bart Moeyearts Jugendbuch ist eine leichte Lektüre und könnte, meiner Meinung nach, gut im Unterricht behandelt werden. Die Schüler und Schülerinnen würden etwas wichtiges über Ehrlichkeit, Zusammenhalt in der Familie und in der Freundschaft lernen, genauso wie sie in Kenntnis gesetzt werden würden, dass Liebe einen sehr leicht beeinflussen und einschränken kann. Man könnte die Geschichten an vielen Stellen  hinterfragen und die Charaktere sehr genau analysieren. Da das Buch auch nicht sehr viele Seiten hat, ist es kein Schweres, es zu lesen.

Ich persönlich bin allerdings nicht sehr von "Küss mich/Es ist die Liebe, die wir nicht begreifen" begeistert, da ich eben denke, dass es eine typische Lektüre des Deutsch Unterrichts ist. Des Weiteren konnten mich der Aufbau des Buches und die Art, wie die Kapitel dargestellt sind, nicht sonderlich begeistern. Anfangs war es verwirrend, mitten in eine Handlung hineingeworfen zu werden, ohne wirklich etwas über die Situation zu wissen. Dennoch muss ich beifügen, dass es daran liegen könnte, dass ich dieses Buch 13-14-jährigen empfehlen würde und ich nun mal schon über dieses Alter hinaus bin.

Nichtsdestotrotz war es mir eine Ehre und ein Vergnügen, das Buch zu lesen. Bart Moeyeart hat ein großes Talent, mit Wörtern umzugehen, was nicht jeder von sich behaupten kann. Ein herzliches Dankeschön an dtv, dass sie mir das Buch zur Verfügung gestellt haben.

Eure Peanut x

Mittwoch, 21. September 2016

Rezension: "Dem Abgrund so nah" - Jessica Koch

[Hier erhältlich]



Titel: "Dem Abgrund so nah"

Autorin: Jessica Koch

Übersetzung: Die Originalsprache ist Deutsch

Genre: Moderne und zeitgenössische Belletristik; Zeitgenössische Liebesromane; Familienleben

Verlag: rororo

Klappentext Rowohlt: ,,Ein Buch, das zu Herzen geht. Ein Buch, das Mut macht.

Danny ist gerade zehn Jahre alt, als sein Leben aus den Fugen gerät.
Ein schwerer Schicksalsschlag veranlasst seine Familie, aus den Vereinigten Staaten nach Deutschland zu ziehen. Dannys Vater ertränkt seinen Kummer in Alkohol und fällt zurück in Verhaltensmuster, von denen er glaubte, sie vor der Ehe endgültig abgelegt zu haben. Danny ist seinem Vater schutzlos ausgeliefert. Aber er gibt nicht auf …
Bei einem Sommercamp lernt Danny die Französin Dominique kennen. Ihre Liebe hilft ihm, sich von seiner Familie – und damit aus der Dunkelheit, die sein junges Leben prägt – zu lösen.
Es beginnt ein Kampf um Anerkennung, Freiheit, Gerechtigkeit – und um die Liebe."


Zum Buch: Das Buch erschien am 21.09.2016, enthält 336 Seiten, ist als Taschenbuch erhältlich [D: 9,99€] und schon Band 2 der Danny-Trilogie.

ISBN: 978-3-499-29087-9

Rezension: Jessica Kochs Bücher sollten im Unterricht der Erziehungswissenschaften offiziell bearbeitet werden, da ich der festen Überzeugung bin, dass ihre Geschichten über Danny pädagogisch wertvoll sind. Sehr wertvoll. Vor allem dieser Band könnte unfassbar gut auseinander genommen und behandelt werden, sodass Schüler vieles daraus lernen und erfahren könnten. Die Tatsache, dass die Trilogie auf wahren Begebenheiten beruht, unterstützt die Aussage, dass Erziehung eine immens große Sache und nicht nur mütterlicher Weise wichtig ist.

Band 2 der Trilogie ist genauso herzzerreißend wie Band 1. Ich weiß gar nicht, welcher Part schlimmer war; die Folgen von Dannys schrecklicher Kindheit oder der Verlauf von Dannys schrecklicher Kindheit. Wieder einmal bin ich so von Gefühlen überhäuft, dass ich gar nicht richtig weiß, wo ich überhaupt anfangen soll. Die Aussagen "Ein Buch, das zu Herzen geht. Ein Buch, das Mut macht.", entsprechen zu hundert Prozent der Wahrheit, denn dieses Buch erzählt von einem Jungen, der mutiger gar nicht sein könnte.

Die Gefühle, die ich beim Lesen empfunden habe, waren überwiegend negativ. Ich war schockiert, erschüttert, angeekelt und fassungslos. Nicht darüber, wie das Buch geschrieben ist, sondern darüber, wie schrecklich Menschen doch sein können. Wenn diese schrecklichen Menschen, dann auch noch die eigenen Eltern sind, dann verschlimmert es die Dinge nochmal um einiges. Jessica Koch macht mit ihrem Buch klar, wie hilflos aber auch stark Kinder sein können. Es macht einem bewusst, dass man Reden muss, wenn man möchte, dass einem geholfen wird. Aber es verdeutlicht ebenfalls, dass genau dieses Reden unglaublich schwierig sein kann.

Ich bin immer noch überwältigt davon, wie nah ich mich Danny gefühlt habe, während ich von seiner Kindheit las. Es kribbelte in meinen Fingern, weil ich, obwohl ich wusste, dass es schon Jahre vergangen ist, ihm helfen wollte. Man hört immer wieder in den Nachrichten davon, dass Menschen vergewaltigt werden und, dass viele weitere schlimme Dinge passieren, aber ich glaube, dass dort dann allerdings noch ein gewisser Abstand besteht. In "Dem Abgrund so nah" ist es meiner Meinung nach aber so, dass gar kein Abstand mehr besteht. Die kindliche Wahrnehmung von Danny und seine Verarbeitungsweise sind so schmerzhaft real beschrieben, dass man die aufkommenden Emotionen gar nicht zurückhalten kann. Allerdings muss ich hier nochmal auf den Punkt Mut zurückkommen, denn nicht viele hätten das, was er erlebt hat, so willensstark durchgehalten, wie er es getan hat.

"Dem Abgrund so nah" ist eine so berührende Geschichte, dass man gar nicht aufhören möchte zu lesen. Ich persönlich musste einfach immer weiterlesen, weil ich darauf brannte, dass Danny sich zur Wehr setzt. Ich musste wissen, wie stark dieser Junge sein kann.
Dennoch spielen noch weitere Faktoren eine wichtige Rolle in dieser Geschichte. Wer dieses Buch gelesen hat, wird verstehen, wie wichtig Liebe und Zuneigung ist, humane Liebe und Zuneigung. Jedes Kind sollte mit der Sicherheit aufwachsen, dass es sich auf die Unterstützung und Liebe der Eltern verlassen kann, jedes Kind braucht Geborgenheit und Vertrauen. Aber nicht nur Elternliebe ist wichtig, sondern auch freundschaftliche Liebe, oder die gegenüber einer Person, zu der man sich hingezogen fühlt. Jeder Mensch hat das Recht darauf "Nein" zu sagen und jeder Mensch hat ein Recht auf Hilfe, egal, welches Alter.

Wie man bemerkt, bin ich sehr beeindruckt von "Dem Abgrund so nah". Ich bin beeindruckt davon, wie viel man aus Dannys Geschichte lernen kann. Meine Dankbarkeit an Jessica Koch ist mit diesem Band nur noch weiter gestiegen. Ich bin froh, dass sie die Menschen mit Geschichten konfrontiert, die tagtäglich ausgelebt werden, denn viele verschließen einfach die Augen vor Sachen, in die sie sich nicht einmischen wollen, aber eigentlich sollten.

Obwohl ich glaube, dass dieses Buch vielen Menschen helfen könnte, empfehle ich dennoch es erst ab 16 Jahren zu lesen und  außerdem denjenigen, die sich sicher sind, dass sie mit der Konfrontation von häuslicher Gewalt, Unterdrückung und Misshandlung/Vergewaltigung umgehen können. Dazu gibt es aber glücklicherweise auch noch den Abschnitt "Triggerwarning" am Anfang des Buches.

Ein herzliches Dankeschön an Rowohlt Verlage, dass sie mir das Buch zur Verfügung gestellt haben und ein weiteres Dankeschön an Jessica Koch, dass sie solch persönliche Sachen mit uns teilt.

Eure Peanut x

Rezension: "Dem Horizont so nah" - Jessica Koch





Titel: "Dem Horizont so nah"

Autorin: Jessica Koch

Übersetzung
: Die Originalsprache ist Deutsch

Genre Moderne und zeitgenössische Belletristik; Zeitgenössische Liebesromane; Familienleben

Verlag:
rororo

Klappentext Rowohlt: ,,Eine bewegende Geschichte über Freundschaft, Mut, Vertrauen und die Kraft, loszulassen. Eine wahre Geschichte.

Jessica ist jung, genießt das Leben und schaut in eine vielversprechende Zukunft. Dann trifft sie Danny. Sofort ist sie von ihm fasziniert, denn trotz seines guten Aussehens und selbstbewussten Auftretens scheint ihn ein dunkles Geheimnis zu umgeben. 
Nach und nach gelingt es Jessica, hinter Dannys Fassade zu blicken und ihn kennenzulernen. Abgründe tun sich auf: Danny ist von Kindheit an zutiefst traumatisiert. Fernab von Heimat und Familie kämpft er um ein normales Leben.
Trotz aller Schwierigkeiten und gegen jede Vernunft entsteht zwischen Jessica und Danny eine innige Liebe. Doch nicht nur Dannys Vergangenheit ist düster, auch seine Zukunft ist bereits gezeichnet. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit …"


Zum Buch
:
 Das Buch erschien am 29.07.2016, enthält 464 Seiten und ist als Taschenbuch [D: 9,99€] und Hörbuch [D: 16,99€] erhältlich. Ein Alter wurde bisher nicht angegeben.

ISBN
:
 978-3-499-29086-2

Rezension: Bevor ich zu meiner Rezension komme, möchte ich schon von Beginn an sagen, dass ich in dieses Buch verliebt bin. Ich hatte erst Zweifel daran, dass es mir gefallen würde, allerdings hatte ich auch komplett andere Erwartungen. Zugegebener Weise ist mir erst in der Mitte des Buches bewusst geworden, dass Jessica Koch eine Zeitspanne, ein Erlebnis aus ihrem Leben, erzählt. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich im Glauben, dass es eine erfundene Geschichte ist, da ich komplett den Satz "Eine wahre Geschichte" überlesen habe.
Des Weiteren hatte ich nie erwartet, dass es von so tiefst verletzten Menschen handelt. Ich dachte, es wäre ein weiteres Buch über einem lieben Mädchen und einem Bad Boy.
Ich wurde, ohne zu übertreiben, tief berührt und komplett aus den Socken gehauen. Noch nie habe ich während des Lesens so sehr geweint und noch nie war ich nach dem Lesen immer noch so sehr mitgenommen. Es ist wirklich schwierig Worte zu finden, um mein Entsetzen, mein Mitgefühl, meine Trauer und meine Bewunderung zu beschreiben.

In dieser Rezension werde ich nicht die Möglichkeit haben, um etwas am Realismus der Geschichte zu bemängeln, da das ganze Buch auf wirklich passierte Tatsachen basiert. Dennoch werde ich beschreiben, wie die ersten Seiten auf mich gewirkt haben, bevor ich realisiert und recherchiert habe, dass es gar keine erfundene Liebesgeschichte ist.
Anfangs dachte ich, wie schon erwähnt, dass es eine weitere Klischee-Geschichte über ein Teenager Paar wäre, weswegen ich natürlich auch sofort falsche Vermutungen und Feststellungen an das Buch gelegt habe. Ich ging davon aus, dass es ein schlechter Abklatsch von Fifty Shades of Grey und irgendeiner Fan Fiction wäre, da ich das mit dem "Geheimnis" von Danny, dem Hauptcharakter neben Jessica, vollkommen falsch aufgenommen hatte. Dann kam auch noch dazu, dass Danny sehr früh beichtet, dass er sich verliebt hat und es viele große Zeitsprünge gibt, was dazu führte, dass ich mich ungefähr bis Seite 180 fragte, was jetzt noch kommen könnte und, dass ich hoffte, dass es kein weiteres typisches Drama werden würde, wie wir es sonst aus vielen Jugendromanen kennen. Ich hoffte, dass keine hundert Streits kommen würden, nur damit das Buch gefüllt war. Und natürlich wurde ich dann komplett aus der Bahn geworfen.

Als es in meinem Kopf dann endlich mal "Klick!" gemacht hatte und ich endlich nach Informationen recherchiert habe, gab es auf alle meine Fragen endlich eine Antwort. Ich musste nicht weiter darauf achten, ob die Geschichte dem Realismus nah genug kam, ob die Schreibweise der wörtlichen Rede zu aufgesetzt war oder ob die Zeitsprünge zu groß waren. Meine Wahrnehmung war sofort anders. Jessica Koch konnte der Realität nicht näher kommen, als genau diese aufzuschreiben, die wörtliche Rede war nicht mehr aufgesetzt sondern jedes Mal ein Stückchen mehr Wissen über die Persönlichkeiten der Personen, und die Größe der Zeitsprünge war auf einmal irrelevant, denn jeder Zeitsprung führte zu einer weiteren Erinnerung aus Jessicas Leben mit Danny. Ich ärgere mich noch immer über meine Unaufmerksamkeit, habe mir aber vorgenommen, das Buch auf jeden Fall nochmal zu lesen und dann von Anfang an mit der richtigen Sichtweise.

13 Jahre hat Jessica Koch gebraucht, um mit ihrer und Dannys Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen und ich bin unfassbar beeindruckt davon, wie viele Erinnerungen sie immer noch an die Zeit mit ihm hat. Es sind so viele Details, so viele genau beschriebene Momente auf so vielen Seiten festgehalten, dass ich als Leserin das Gefühl hatte, diese Geschehnisse real, aber als Außenstehende miterlebt zu haben. Ich glaube, dass genau das, das Faszinierende an "Dem Horizont so nah" ist. Die Realität des Buches bricht einem Stück für Stück das Herz und lässt einem jede einzelne Emotion mitfühlen. Ich habe gelacht und gegrübelt, aber am meisten habe ich geweint. Ich bewundere Jessica Koch dafür, dass sie die Stärke hatte, diesen Teil ihres Lebens mit der Außenwelt zu teilen und ich bin froh, dass es gelungen ist, dass so viele Menschen das Buch schon gelesen haben.

Es lohnt sich das Buch zu lesen, weil es einen die ganze Zeit zum Nachdenken bringt. Ich persönlich konnte das Buch gar nicht aus der Hand legen, weil ich so überwältigt von den ganzen Ereignissen in dem Buch war. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, was noch passieren könnte und jedes Mal wurde ich aufs Neue überrascht.
Um zu verstehen, was Danny für eine wundervolle Person war, muss man das Buch wirklich gelesen haben. Um zu verstehen, was der Inbegriff von tiefgründiger Freundschaft und Liebe ist, sollte man das Buch ebenfalls unbedingt kaufen und lesen.

Ich entschuldige mich für mein anfängliches Missverständnis, möchte aber nochmal deutlich machen, dass ich das Buch nur empfehlen kann. Manchmal weiß man gar nicht, durch welche Höllenqualen manche Menschen gehen, weil wir nur das Äußere betrachten. Wir merken nicht, wie grausam wiederum so viele Menschen sein können und wie wenige dann wirklich helfen. Und das ist mein Appell an alle, die meine Rezension bis zum Ende gelesen haben. Setzt euch mit der Geschichte von Danny und Jessica auseinander, lest euch ihre emotionale Geschichte durch. Ich verspreche, dass es eure Sicht auf einige Dinge drastisch verändern wird und, dass ihr eine Menge Taschentücher brauchen werdet, aber um das Interesse aufrecht zu erhalten, werde ich nicht weiter auf Dannys Leben und Geheimnis eingehen.
"Dem Horizont so nah" empfehle ich jedem ab 14 Jahren.

Einen herzlichen Dank an Rowohlt Verlage, dass sie mir dieses wundervolle Buch zur Verfügung gestellt haben und einen weiteren Dank an Jessica Koch, dass sie mir in vielen Sachen die Augen geöffnet hat.

Eure Peanut x

Mittwoch, 14. September 2016

Rezension: "Crazy Moon" - Sarah Dessen

[Erhältlich hier]





Titel: "Crazy Moon"

Autorin: Sarah Dessen

Übersetzerin: Gabriele Kosack

Genre: Jugendroman, Belletristik, Liebe

Verlag: dtv Junior


Klappentext dtv: ,,Colie ist wenig begeistert davon, den ganzen Sommer bei ihrer durchgeknallten Tante Mira in einem Nest irgendwo in North Carolina zu verbringen. Viel lieber würde sie mit ihrer Mutter, der Aerobic-Queen Kiki Sparks, auf Europa-Reise gehen. Aber das Leben scheint ohnehin kein Stück besser geworden zu sein, seit Colies Mutter mit eisernem Willen abgenommen hat und Colie mit ihr. Im Gegenteil: Während ihre Mutter eine internationale Karriere als Schlankheits-Guru hinlegt, ist die 15-jährige Colie ohne ihre überflüssigen Pfunde zwar auch rank und schlank, aber selbstbewusst ist sie deshalb noch lange nicht. Jahrelang gedemütigt von ihren Mitschülern, hat Colie die Nase voll von spöttischen Bemerkungen, und um sicher zu gehen, dass ihr niemand zu nahe kommt, trägt sie eine unmögliche Frisur und ein provokatives Piercing. Voller Hass auf die Welt kommt sie im Provinzkaff Colby an.Tante Mira, ein Ausbund an Leibesfülle, Schrulligkeit und Lebensfreude, hat in Colies Augen einen Totalknall. Also warum nicht als Kellnerin im »Last Chance«, einem Fast Food Restaurant, jobben? Was aus purer Langeweile beginnt, wird für Colie jedoch bald zum Abenteuer. Unter der nicht immer gerade sanften Führung von Isabel und Morgan, der beiden anderen Kellnerinnen im Last Chance, lernt Colie Schritt für Schritt, zu sich selbst zu stehen, sich zu akzeptieren und anderen klare Grenzen zu setzen. Und Norman, der sensible junge Künstler, findet Colies Verwandlung offenbar sehr anziehend ...Tante Mira, ein Ausbund an Leibesfülle, Schrulligkeit und Lebensfreude, hat in Colies Augen einen Totalknall. Also warum nicht als Kellnerin im »Last Chance«, einem Fast Food Restaurant, jobben? Was aus purer Langeweile beginnt, wird für Colie jedoch bald zum Abenteuer. Unter der nicht immer gerade sanften Führung von Isabel und Morgan, der beiden anderen Kellnerinnen im Last Chance, lernt Colie Schritt für Schritt, zu sich selbst zu stehen, sich zu akzeptieren und anderen klare Grenzen zu setzen. Und Norman, der sensible junge Künstler, findet Colies Verwandlung offenbar sehr anziehend ...


Zum Buch: Das Buch erschien am 27. Mai 2016, enthält 288 Seiten, ist ab 14 Jahren und ist als Taschenbuch [D: 7,00€/A: 7,20€] und Ebook [4,99€] erhältlich.

ISBN978-3-423-71680-2

Rezension: Sarah Dessen verfasste eine sehr aussagekräftige Geschichte, in der dem Leser/der Leserin klar gemacht wird, wie wichtig eigentlich Freundschaft, Erziehung und Familie ist.

Colie hat sich schon immer hinter ihrem Aussehen versteckt; erst hinter ihrem Körperfett und dann, nachdem sie abgenommen hat, hinter einem abschreckenden Modestil. Dies liegt daran, dass sie nicht nur der Hauptcharakter des Buches ist, sondern, dass sie ebenso die Außenseiterrolle spielt. In den großen Sommerferien, welche sie bei ihrer Tante Mira verbringt, lernt sie eine Menge neuer Dinge für's Leben und realisiert, dass man so einige Sachen selber steuern und kontrollieren kann, obwohl man vorher die Ansicht hatte, dass alles aus dem Ruder läuft.

Beginnend mit dem Aspekt Familie. Colie wächst mit ihrer übergewichtigen Mutter auf, hat das gleiche Problem wie sie und wechselt von einer Schule zur anderen. Die beiden haben keinen festen Standort und reisen quasi von Stadt zu Stadt. Die gute Seite daran: die beiden halten immer zusammen. Colies Mutter ist stets für sie da und hat immer ein offenes Ohr, sie ist aufgeschlossen und abenteuerlustig, hat nie sehr lange einen Job. Die schlechte Seite daran: Colie kann keine festen Freundschaften schließen, muss sich immer wieder neu zur Show stellen und ist trotz ihrer Mutter irgendwie alleine. Dazu kommt noch, dass sie wegen ihres Gewichts geärgert, ja regelrecht tyrannisiert wird, bis sie dann abnimmt. Doch auch dann gibt es immer noch Personen, die es vollkommen auf sie abgesehen haben. Theoretisch ist dies die typische "Mobbing-Geschichte", denn das Buch erfüllt sehr viele Klischees. Dennoch ist es ein sehr realistischer Vergleich zur realen Welt. Zusammenfassend kann man also sagen, dass Colie in der Geschichte kein Selbstbewusstsein hat und somit sehr viele Teenager repräsentiert.

Dies ändert sich im Laufe der Geschichte, nämlich dann, als sie sich langsam bei ihrer Tante Mira einlebt. Ihre Tante spielt eine sehr bedeutende Rolle, denn sie zeigt Colie, dass Aussehen und gesellschaftliches Ansehen nicht alles im Leben sind und, dass man für ein gesundes Selbstbewusstsein kein Geld oder Unmengen an Freunden braucht. Dass jeder seine eigene Art hat, um mit dem Hass von anderen Menschen umzugehen und, dass man ganz sich selber und dabei glücklich sein kann. Ich glaube, dass dies ein sehr gutes Statement ist und einigen Menschen helfen könnte, wenn sie das Buch lesen würden und in einer ähnlichen Situation wie Colie wären.

Colies Mutter taucht persönlich nur kurz auf, aber dafür umso öfter in Erzählungen von den anderen Charakteren. Dort wird deutlich, dass sie sehr viel Willenskraft und Ehrgeiz besitzt. Dies wiederum ist inspirierend; nicht nur für Colie, sondern auch für Leser und Leserin.

Freundschaft und Liebe sind zwei weitere Hauptthemen des Buches "Crazy Moon". Freundschaft ist vielseitig; sie kann anstrengend, aber auch das Schönste auf der Welt sein. Freunde unterstützen einen in jeder Situation und stehen immer hinter einem, sie wollen einzig und allein das Beste füreinander. Außerdem können sie einen großen Beitrag dazu haben, um das eben schon erwähnte Selbstbewusstsein zu verbessern.
Liebe, die zu einem Jungen in diesem Fall, spielt in Sarah Dessens Buch keine besonders große Rolle, dennoch ist es ein Thema. Liebe bedeutet, dass man auf kleine Dinge achtet und diese wertschätzt. Dass man eine geliebte Person nicht oberflächlich anschauen und sie wirklich so gern haben sollte, wie sie wirklich ist.
All die oben genannten Punkte, werden wundervoll in "Crazy Moon" vertreten, wo auch noch hinzukommt, dass viele Lebensweisheiten erwähnt werden und mich persönlich sehr zum Denken angeregt haben.

Die Übersetzung des Buches, also die deutsche Version von "Crazy Moon", ist einfach und gut verständlich geschrieben. Ich würde dieses Buch eher Mädchen empfehlen, dennoch können durchaus auch Jungs daran Gefallen finden. Empfehlen tue ich es jedem zwischen 13 und 16 Jahren.

Ein herzliches Dankeschön an dtv Verlag, dass sie mir dieses Buch zur Verfügung gestellt haben.