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Mittwoch, 2. März 2016

Rezension: "Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe" - A.J. Betts

Erhältlich:



Titel: "Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe"

Autorin: A.J. Betts

Übersetzerin: Katharina Diestelmeier & Anja Malich

Genre: Roman

Verlag: S. Fischer Verlage | KJB

Klappentext: ,,Liebe ist stärker als jede Statistik. Kopf an Kopf liegen Zac und Mia in ihren Krankenhausbetten, nur durch eine dünne Wand getrennt.
Diagnose: Krebs.
Gefühlszustand: isoliert und allein.
Und aus ersten Klopfzeichen erwächst eine Liebe, die unter normalen Umständen niemals möglich gewesen wäre..."

Rezension: Der Roman "Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe" gehört zu der Kategorie "Liebe", hat 336 Seiten, ist als Ebook [8,99€] und Taschenbuch [8,99€] erhältlich und besteht aus drei Teilen. Die drei Teile lauten "Zac", "Und" und "Mia" und verraten uns gleich schon, dass das Buch aus zwei Perspektiven geschrieben ist. Im ersten Teil nur aus Zacs Perspektive, im zweiten Teil immer abwechselnd aus beiden Perspektiven und im dritten Teil nur aus der von Mia.

Wie der Klappentext schon vorgibt, geht es um eine Liebesgeschichte zwischen den beiden Protagonisten, welche es allerdings nicht allzu leicht haben, da beide an Krebs erkrankt sind. Zac Meier leidet an Leukämie (Blutkrebs) und Mia Phillips an einem Osteosarkom (Knochentumor/Knochenkrebs), sie lernen sich in einer Klinik in Australien kennen, in der sich ihre Zimmer nebeneinander befinden und mit Klopfzeichen beginnen, miteinander zu kommunizieren. Aus diesen Klopfzeichen, entwickelt sich eine Konversation auf Facebook und daraus eine unausgesprochene Freundschaft. Die beiden können sich nicht besuchen, da Zac in seinem Krankenhauszimmer eingesperrt und isoliert ist, denn nach seiner Knochenmarktransplantation ist sein Immunsystem extrem geschwächt, wodurch er sehr leicht empfänglich für Krankheiten ist. Dies hält Mia allerdings nicht davon ab, Zac durch sein Türfenster zu beobachten und eines Nachts, die Nacht bevor Mia in ein anderes Zimmer umgelegt wird und die Nacht bevor Zac entlassen wird, in sein Zimmer zu schleichen und sich zu ihm ins Bett zu legen.
Zac kehrt zu seiner Familie zurück, welche auf einer Farm lebt, Oliven erntet, Öl verkauft und einen Streichelzoo führt. Mia lebt alleine mit ihrer jungen Mutter und ist das It-Girl schlecht hin. Nachdem Zac entlassen wird, wiederholt er die zwölfte Klasse, hilft bei den Alltagsaufgaben und versucht so normal wie möglich zu sein. Im Großen und Ganzen läuft für ihn alles gut, doch kann er das Mädchen aus dem Nebenzimmer einfach nicht aus seinem Kopf bekommen. Im Gegensatz zu Zac, läuft bei Mia alles schief. Während ihrer Operation, unterschreibt ihre Mutter ein Formular, dass die Ärzte ihr unteres Bein, die Hälfte des Schienbeins und den Fuß, amputieren dürfen, woraufhin sie abhaut, Pläne schmiedet, in Selbstmitleid und Wut ertrinkt, Geld klaut und ständig in Gedanken bei Zac ist. Sie flüchtet vor ihrer Mutter, vor den Ärzten und vor allem: vor ihrer Krankheit. Bis sie dann mit dem Bus bei Zac landet und plötzlich dort feststeckt.
Wie es für die beiden weitergeht und welche Probleme auf die beiden zukommen, das müsst ihr dann schon selber lesen ;)

Das war jetzt erstmal etwas zum Inhalt des Buches, aber natürlich werde ich jetzt etwas genauer auf Zac, Mia und deren Beziehung eingehen. Im Anschluss werdet ihr lesen können, was mir gefallen hat, und was mich nicht ganz so beeindruckt hat.

Zac ist ein Google- und Statistiken-Fanatiker. Für mich wirkt er wie der typische Junge: Zahlen geben genaue Antworten, Gefühle sind unsichere Vermutungen. Er ist sportlich, fährt Quad und spielt Football. Er ist verrückt nach Emma Watson, holt sein Wissen aus der Mathematik und aus Fakten, ist sarkastisch, lustig, ruhig und besitzt einen ziemlich kreativen Kopf.
Mia ist eher das komplette Gegenteil von Zac. Sie flucht, schimpft und wütet. Stellt alles auf den Kopf, was sich in ihrer Nähe befindet. Sie ist stur, impulsiv, temperamentvoll, direkt und spontan. Zac beschreibt sie als wunderschön. Mia ist ein beliebtes Mädchen an ihrer Schule, sie ist das typische Highschool Mädchen. Ständig streitet sie sich mit ihrer Mutter, wendet sich von ihren Freunden ab, ist ein ziemlicher Ich-Mensch.
Die beiden sind in der Geschichte kein Paar, sie kommen nicht zusammen. Allerdings ist da etwas, was die beiden verbindet. Sie brauchen einander, halten sich gegenseitig am Leben. In diesem Roman wird das Sprichwort "Gegensätze ziehen sich an" sehr zum Ausdruck gebracht, denn wie ich schon erwähnt und beschrieben habe, Mia und Zac könnten sich kaum mehr unterscheiden. Er beruhigt sie, würde quasi alles für sie tun. Ihm gefällt ihre offene und wilde Seite. Sie allerdings bringt Veränderung in sein Leben. Um ihn herum behandeln ihn alle mit Samthandschuhen, gratulieren ihm, betätscheln ihn und bewundern ihn für seine Stärke. Aber alles, was er möchte, ist normal zu sein. Und genau das macht Mia. Sie stellt ihm Fragen, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen und macht das, was auch immer sie will, obwohl genau das sie in Schwierigkeiten bringt.

Die Geschichte von Zac und Mia ist einfach und doch kompliziert. Sie wissen nicht genau, was sie füreinander empfinden und bringen dies auch gar nicht zum Ausdruck. Es steht mehr der Krebs im Vordergrund und wie die beiden damit zu leben lernen. Während Zac schon sehr gelassen damit umgeht, flippt Mia komplett aus, obwohl sich dies am Ende des Buchs nochmal ändert. Und ich denke, das ist genau das, was mir an "Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe" gefällt. Der Junge ist für das Mädchen da und gibt ihr Halt, gibt ihr einen Grund zum Leben. Zac ist dafür verantwortlich, dass Mia wieder ins Leben zurückfindet, ohne dass er es wirklich bemerkt. Mir gefällt sein Humor, seine Art wie er mit Mia umgeht und über sie denkt. Ich mag, dass A.J. Betts den Lesern einen Einblick in den Kopf eines Jungen gibt und sie das Buch nicht nur aus einer Perspektive geschrieben hat. Es ist keine kitschige Geschichte, dennoch an manchen Stellen sehr emotional. Die Entwicklung der Charaktere ist sehr spannend und unerwartet, aber doch schön mit zu erleben.
Zusammenfassend ist es eine schöne Liebesgeschichte und doch keine Liebesgeschichte. Was mich enttäuscht hat, ist das Ende. Als Leserin habe ich schon im Verlauf des Buches erahnt, dass es ein Happy End gibt, allerdings habe ich das Gegenteil erhofft. Zwar gibt es schon einige Krebsgeschichten, in denen ein Protagonist/eine Protagonistin stirbt, dennoch finde ich, dass der Realismus ein wenig vom Ende entkräftet wurde. Des Weiteren hat mir das "Wow-Gefühl" gefehlt. Es ist keine schlecht geschriebene Geschichte, ich hab das Buch gerne gelesen, aber mir persönlich hat da irgendetwas gefehlt, was ich nicht beschreiben kann. Etwas spannenderes, etwas, was mich umhaut.

"Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe" ermöglicht einen guten Einblick in das Leben von Krebspatienten. Es lohnt sich, das Buch zu kaufen, da es verdeutlicht, dass das Leben seine Höhen und Tiefen hat und zeigt, wie stark Liebe doch sein kann. Ich empfehle dieses Buch Menschen ab 14 Jahren, wobei ich mich hier dem bereits angegebenen Alter des Verlags anschließe.
Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen, falls ihr Interesse für das Buch entwickelt habt.

Eure Peanut x

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