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Willkommen auf Peanuts Seite!

Herzlich Willkommen auf einem weiteren Blog von Blogger.com ! Ich werde hier regelmäßig Rezensionen und andere Dinge über Bücher posten. Als...

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Kreatives #4

Die Sterne schütteln den Kopf,
wenn ich zu ihnen aufblicke.
Die Sterne schütteln den Kopf,
weil sie wissen, dass ich einer von ihnen sein möchte.

Die Sterne schütteln den Kopf,
wenn ich ihre Schönheit bewundere.
Die Sterne schütteln den Kopf,
weil sie wissen, dass ich eine eigene nicht sehen kann.

Die Sterne schütteln den Kopf,
weil ich sie nicht gehen lassen will.
Die Sterne schütteln den Kopf,
weil sie wissen, dass im Dunkeln das Böse lauert.

- C.h. 

Samstag, 24. Dezember 2016

Kreatives #3 [English]

I didn't meet you yet
But maybe I will never
Is there any way to get
Our hearts together?

A melody that sounds so sweet
It has to be your voice
I wonder, do you feel the heat
When I decide the choice

To choose the love
To choose the hate
Whenever it comes up to me
All I want to do is flee

I don't want to see you
Neither when I grew
I am scared to face my feelings

I am scared of all the meetings

Tell me, do you feel the same?
Do you fear the coming-ups?
I don't know why I feel this shame
I'm asking, what's this loving game?

To choose the run
To choose the stay
Whenever it comes up to me
All I want to do is flee

Please give me a saving boat
And also add a wrapping coat

To choose the float
To choose the sink
Whenever it comes up to me
All I want to do is flee

Show me how to feel this beauty
Take away all the duty
Whenever it comes up to me
Do I really want to flee?

- C.h. 

Freitag, 23. Dezember 2016

Rezension: "Misty Falls" - Joss Stirling

[Hier erhältlich]





Titel: "Misty Falls - Die Macht der Seelen"

Autorin: Joss Stirling

Übersetzerin:
Michaela Kolodziejcok

Genre: Roman

Verlag: Dtv Junior

Klappentext Dtv: ,,Es gibt mehr, als man mit bloßem Auge sehen kann...

Misty Falls ist eine Savant und hat somit eine ganz besondere Gabe – allerdings eine höchst zweischneidige: Sie muss immer die Wahrheit sagen, was schon zu vielen peinlichen Situationen geführt hat. Und dann trifft sie ihr Gegenstück: Alex. Mistys und Alex’ Begabungen scheinen sich abzustoßen. Und doch fühlen sie sich auf seltsame Weise zueinander hingezogen. Sind die beiden etwa Seelenspiegel?"

Zum Buch
:
Die deutsche Erstausgabe erschien am 24.07.2015 und enthält 400 Seiten. Der Roman ist als Hardcover [D: 16,95€/A: 17,50€] und als eBook [D: 14,99€] erhältlich. 

ISBN: 978-3-423-76123-9

Rezension: Es mag daran liegen, dass ich Joss Stirlings Schreibweise und die Benedict-Brüder einfach bezaubernd finde, aber "Misty Falls" hat mich ebenso begeistert wie die drei Bände davor (und ich warte schon gespannt auf Band 5 und 6).

Die Hardcover Version von "Misty Falls" ist grau und simpel gehalten, doch die Schutzhülle bunt und kreativ; ein wahrer Eyecatcher.
Der Klappentext ist kurz und knackig, dennoch ansprechend. Für das Buch wurden dicke Seiten verwendet, welche es auch gleich reizender machen. Mir persönlich lag es gut in der Hand, was das Lesen viel angenehmer gemacht hat. Nicht nur das Halten, sondern generell das Lesen war angenehm, da Joss Stirling einen einfach, aber interessanten Schreibstil besitzt.

Misty ist eine sehr unsichere und kratzbürstige Figur, wohingegen Alex charmant und eher gelassen ist. Misty hat eine große und zusammengeschweißte Familie, Alex hat überhaupt keine. Die beiden sind so unterschiedlich und gehören doch zusammen. Ehrlich gesagt eine typische Teenie-Geschichte, doch das Spezielle an Joss Stirlings Büchern ist, dass sie stets ihrem Thriller/Krimi-Faible treu bleibt. Auch in "Misty Falls" bleibt dieser Teil nicht aus, worüber ich sehr froh bin, denn das gibt dem Buch erst die gewisse Würze.

"Misty Falls" ist ein Buch für jüngere Leser und Leserinnen. Für welche, die es außergewöhnlich, leicht kitschig, aufregend und fantasievoll mögen. Mir persönlich hat es rundum zwar gefallen, allerdings ist da eine winzige Sache, auf die ich noch immer warte.
Bisher war mir immer bewusst, dass es ein Happy End geben würde. Egal, was zwischen Anfang und Ende passiert, man weiß einfach, dass es für die jeweils beiden Hauptcharaktere gut ausgehen wird. Nach dem vierten Buch kann es da schnell "langweilig" werden. Zwar ist der Inhalt des Buches spannend und gut verpackt, aber ich glaube, dass Abwechslung auf positive Reaktion stoßen würde.

Alles in allem kann ich das Buch dennoch empfehlen, wenn man an den vorherigen Bänden Gefallen gefunden hat.
Ein großes Dankeschön an Dtv, dass sie mir das Buch zur Verfügung gestellt haben.

Peanut x

Kreatives #2 [English]

It's the moment when I realize I exist.

I have a living soul, I can hear my own thoughts, I can breath, I can feel.
There could be any other soul in my body and then I wouldn't be me. I wouldn't exist how I do right now.
Why do I even worry so much about everything? The world is so interesting, isn't it?
I've got the chance to love and to hate in my own way, I can do everything in my own way. I can experience so much and it will be special because no one experiences the same thing the same way I do.
That's so amazing. I love me.

- C.h. 

Kreatives #1 [English]

I swear in that moment the world stopped spinning and all the gravity around me vanished.
I knew he was handsome, but seeing him like that took my  breath away and cut me loose.

I started tracing his tattoos and every line of his upper body that I could find. He closed his eyes and enjoyed the touch of my fingertips. All I could think of was how lucky I am.

If I was a drawer, I would have painted him.
If I was a singer, I would have written a song about him.
But I'm just a hopeless romantic with a tiny poetic side and lots of fantasy.

He really seemed to have the body of an angel, created by God and sent from heaven.

- C.h. 

Samstag, 17. Dezember 2016

Rückblick: Die Danny-Trilogie


Die Danny-Trilogie


Die Danny-Trilogie bekommt mit Überzeugung meinen Segen.
Eine fabelhafte Reihe, mit der ich Gefühle in Verbindung setze, die mich wahrhaftig umgehauen haben. Jessica, Danjiel und Christina, ein Trio, bei welchem es schwierig ist, es mit Worten zu beschreiben. Drei Menschen, drei verschiedene und doch gemeinsame Geschichten. Sie stehen in Flammen, bändigen sie und verlieren dann wieder die Kontrolle. Immer und immer wieder. Ein reines Chaos aus Schmerz, Liebe und Freundschaft; ein Kampf ums Überleben.  

Rezension: "Dem Ozean so nah" - Jessica Koch

[Hier erhältlich]



Titel: "Dem Ozean so nah"

Autorin: Jessica Koch

Übersetzung
:
Die Originalsprache ist Deutsch

Genre:
Moderne/Zeitgenössische Belletristik; zeitgenössische Liebesromane; Familienleben

Verlag
: Rowohlt

Klappentext Rowohlt: ,,Der Abschluss der Danny-Trilogie nach den Bestsellern «Dem Horizont so nah» und «Dem Abgrund so nah». Eine Geschichte über die alles überwindende Kraft der Freundschaft. Sie teilen das gleiche Schicksal und sind doch ganz verschieden: Danny ist erfolgreich und unabhängig, auch wenn er hart dafür kämpfen musste - nach einer Kindheit, die für ihn keine war. Tina hingegen hat die letzten Jahre auf der Straße verbracht. Als die beiden, denen das Leben nichts geschenkt hat, einander begegnen, spüren sie eine nie erlebte Nähe. Verzweifelt bemüht Danny sich, Tina zu zeigen, dass das Leben auch schöne Seiten hat. Hilft den beiden ihre Freundschaft, die Schatten der Vergangenheit endgültig abzuwerfen?"

Zum Buch: Das Buch erschien am 16.12.2016 und enthält 368 Seiten. Es ist als Taschenbuch erhältlich und kostet 9,99€

ISBN:
978-3-499-29088-6

Rezension:
 
Nun ist die Danny-Trilogie beendet. Eine Trilogie, die sich in mein Hirn eingebrannt und sich dort für immer verewigt hat. Der letzte Teil, "Dem Ozean so nah", ist genauso mitreißend, wie die anderen zwei Teile davor. Mein Urteil lautet: Dramatisch gutes Buch mit einem Echtheitsfaktor, der einfach schrecklich, aber auch faszinierend ist!

"Dem Ozean so nah" endet, wie "Dem Horizont so nah" begonnen hat. Der Titel des Buches wird außerdem in einem Gedicht von Christina erwähnt, während sie und Danny auf einer Kreuzfahrt sind. Allein diese zwei Aspekte zeigen, dass man sich wirklich mit dieser Geschichte auseinandergesetzt hat. Während des Lesens dachte ich mir immer wieder, was für eine tolle Arbeit geleistet wurde. Des Weiteren bin ich mir ziemlich sicher, dass nicht nur viel Schweiß in diesem Buch steckt, sondern auch unglaublich viel Gefühl und Herzblut. Ich kann überzeugend sagen, dass ich mit den Charakteren gelebt und empfunden habe. Eine Achterbahn aus Emotionen, die ich mir immer wieder antun würde, da sie genauso intensiv wie erschreckend ist. 

Christina und Danny zeigen in dem Buch, dass Freundschaft gleich der Familie ist. Noch immer bin ich überrascht, dass die Trilogie und somit auch Band 3, auf wahre Begebenheiten beruht. Die beiden erfahren so viel Leid, man möchte gar nicht wahrhaben, dass sie all dies wirklich am eigenen Leib erfahren mussten.

"Dem Ozean so nah" versetzt den Leser/die Leserin in eine Welt, die mal existiert hat. Eine Welt, die bis heute noch aktuell, aber etwas fortgeschrittener ist. Zwischen dem Lesenden/der Lesenden und dem Buch wird eine Verbindung hergestellt, die einen sofort dazu verleitet, an die jetzige Gesellschaft zu denken. Man setzt sich mit dem Gedanken auseinander, dass es auch heute, in diesem Moment, immer noch Menschen gibt, die an Krankheiten oder Suchten leiden. Ein Buch, das eine lehrreiche und dennoch schrecklich schöne Geschichte erzählt.

Und wie immer bin ich von Jessica Koch beeindruckt. Eine starke Frau mit großem Mut. Ich fühle mich geehrt, ihre Bücher lesen zu können, denn, was sie geleistet hat, ist einfach bewundernswert. Eine tolle Autorin mit viel Talent; ich hoffe auf weitere Bücher von ihr.

Ich kann "Dem Ozean so nah" nur empfehlen. Das perfekte Ende einer gefühlvollen Trilogie. Ein großes Dankeschön an Rowohlt, da sie mir auch den letzten Teil zur Verfügung gestellt haben.

Eure Peanut x


Montag, 12. Dezember 2016

Rezension: "Miss you" - Kate Eberlen





Titel: "Miss you"

Autorin: Kate Eberlen

Übersetzerinnen: Stefanie Fahrner und Babette Schröder

Genre:
Belletristik und Literatur

Verlag: Diana Verlag/Random house

Klappentext Random house: ,,Was, wenn du deine große Liebe immer ganz knapp verpasst?

Eine Sekunde lang treffen sich ihre Blicke, doch bevor sie sich anlächeln oder ein paar Worte wechseln können, ist der Moment schon wieder vorbei. Von da an beginnt für Tess und Gus eine Reise, die sich Leben nennt. Große und kleine Augenblicke warten auf sie, Kummer und Freude. Doch beide ahnen, dass sie Wege gehen, die nicht glücklich machen. Weil ihnen das Entscheidende fehlt. Was sie nicht wissen: Tess und Gus sind perfekt füreinander, und obwohl sie sich längst begegnet sind, haben sie es nicht bemerkt. Wann ist der alles entscheidende Moment für die große Liebe endlich da?"

Zum Buch
:
 Das Buch erschien am 29.08.2016 und enthält 576 Seiten. Es ist als Paperback, eBook und Hörbuch erhältlich. Der Preis für das Buch beträgt in Deutschland 14,99€.

ISBN: 978-3-453-29183-6

Rezension:
Für "Miss you" habe ich sehr lange gebraucht, um es überhaupt anzufangen. Allerdings hätte ich nicht so lange gebraucht, wenn ich gewusste hätte, wie gut das Buch ist. 
Vorerst hatten mich die vielen Seiten des Buches abgeschreckt und die ersten paar Seiten waren nicht sehr überzeugend. Doch bald, als ich weitergelesen habe, fesselte mich die Geschichte immer mehr. 

Wie schon bereits erwähnt, war ich dem Buch sehr skeptisch gegenüber. So hatte ich auch erwartet, dass sich die beiden Protagonisten, Angus und Teresa, auffällig über den Weg laufen und die Geschichte vollkommen unglaubwürdig und unrealistisch sein würde, aber ein dickes Lob an die Autorin! - Ich wurde komplett vom Gegenteil überzeugt. 
Angus und Tess führen zwei komplett unterschiedliche Leben und begegnen sich nicht einmal so häufig wie erwartet. Es sind wenige und kurze Momente, die manchmal sogar deprimierend sind, weil man sich als Leser/in wünscht, dass die beiden sich endlich mal länger unterhalten. Aber nichts geschieht. Darüberhinaus steht die Liebesbeziehung zwischen Angus und Tess gar nicht wirklich im Vordergrund, ich hatte sogar das Gefühl, dass ihre Liebe nur als Nebensache dasteht, denn die Vorgeschichten der beiden sind genauso interessant wie das abschließende Ende.

Tess und Angus leben beide in England und schon bald sogar in der selben Straße, dennoch begegnen sie sich nie. Beide haben im Laufe ihres Lebens einen Menschen verloren und quälen sich von da an mit verschiedenen Gefühlen. Der Leser/Die Leserin erlebt mit wie die beiden erwachsen werden, sich mit verschiedenen Problemen auseinander setzen, Familien gründen bzw. versuchen sässig zu werden und wie sie mit der Liebe umgehen. Dies klingt kitschiger, als es eigentlich ist. Die beiden versuchen noch mit 30 sich selbst zu finden und haben stets Zukunftsängste.
"Miss you" ist ein Buch, welches sich mit allen Aspekten des Erwachsensein auseinandersetzt. Man kann es entspannt lesen und wunderbar miterleben wie die zwei sich ganz langsam finden. 

Das Buch beinhaltet viele beeindruckende Dinge. Kate Eberlen hat genau darauf geachtet, welches Zeitalter es ist, was dazu führt, dass man sich eben in diese Zeit hineinversetzt fühlt. Es sind immer wieder kleine Details, die die Geschichte so besonders machen. So gab es früher beispielsweise keine Smartphones und genauso war das Asperger-Syndrom noch kaum erforscht. Was mich zu einem Charakter bringt, der mich sehr interessiert hat. 

Teresas Schwester, Hope, leidet am Asperger-Syndrom. Allerdings ist dies nicht von Anfang an bekannt, wodurch Tess nach dem Tod ihrer Mutter ziemlich viel zu verkraften hat. Hope ist nämlich ein ziemlich anspruchvolles Kind. 
Was mich daran allerdings fasziniert ist, dass das Syndrom sehr gut erfasst ist, ohne es überhaupt gründlich beschrieben zu haben. 

Im Großen und Ganzen hat mich der Roman wirklich positiv überrascht. Ich empfehle es jedem ab 16 Jahren und jedem, der sich für Familiendramen und Liebesgeschichten interessiert.
Ein herzliches Dankeschön an Diana Verlag und Random house, da sie mir das Buch zur Verfügung gestellt haben.

Peanut xx


Freitag, 18. November 2016

Rezension: "Raven Stone - Wenn Geheimnisse tödlich sind" - Joss Stirling

[Hier erhältlich]



Titel: "Raven Stone - Wenn Geheimnisse tödlich sind"

Autorin: Joss Stirling

Übersetzerin:
Michaela Kolodziejcok

Genre: Belletristik/Liebesroman

Verlag:
dtv

Klappentext Dtv:
,,Seltsame Dinge gehen vor sich an dem Eliteinternat, das Raven Stone besucht. Schüler verschwinden spurlos, ihre beste Freundin wendet sich plötzlich von ihr ab. Also beschließt Raven, der Sache auf den Grund zu gehen. An ihrer Seite: der neue Mitschüler Kieran. Er ist superintelligent und weiß einfach alles – und geht Raven damit zunächst ziemlich auf die Nerven. Zunächst..."

Zum Buch
:
Das Buch erschien am 01. November 2014 zum ersten Mal auf Deutsch, am 11. November 2016 erschien die 2. Auflage mit 416 Seiten. Das Buch ist ab 12 Jahren freigegeben und kostet in Deutschland als Hardcover Ausgabe 16,95€, als Taschenbuch 9,95€ und als eBook 7,99€.

ISBN
978-3-423-71706-9 

Rezension:
Joss Stirling ist einfach bewundernswert. Jedes ihrer Bücher hat mich bisher positiv beeindruckt und auch "Raven Stone" ist ein unfassbar gut geschriebenes Buch. Ich habe es vom Anfang bis zum Ende genossen zu Lesen und die Wörter quasi nur so aufgesogen. "Raven Stone" gehört definitiv zu den Büchern, die ich mehrmals lesen würde.
Joss Stirling fesselt ihre Leser, indem sie Liebe, Abenteuer und Krimi in ein einziges Buch packt.

Während des Lesens habe ich mich immer wieder gewundert, wie eine Person auf solch tolle Ideen kommen kann. Es ist raffiniert, logisch, berührend und extrem spannend verfasst. Der darin vorkommende Kriminalfall ist perfekt durchdacht und doch sehr komplex, sodass man als Leser/in stets weiterlesen möchte, um zu wissen, was da wirklich vor sich geht. Die Idee mit der YDA, eine Einheit wo zwei Charaktere des Buches ausgebildet werden, finde ich wirklich brillant, ebenso wie die Namen der verschiedenen Einheiten.
Dadurch, dass ich das Buch nicht zur Seite legen konnte, waren die 416 leider sehr schnell verschlungen.

Die Liebesgeschichte von Raven und Kieran ist eine wirklich schöne Nebensache im Buch. Es rührte mich wie die beiden sich näherkommen und kennenlernen. Jedes Gefühl, was die beiden beschreiben, konnte ich als Leserin mitempfinden oder nachvollziehen. Raven und Kieran sind ein märchenhaftes Traumpaar, welches Probleme gemeinsam meistert, und gerade das, macht es so entzückend. Die Liebe der beiden ließ mich träumen und seufzen, obwohl ich diesen Aspekt des Buches eigentlich fast gar nicht überspitzt finde. Es ist eine Teenager-Romanze, die das Herz eines Mädchens berührt und die einen zum Lächeln bringt.

Raven Stone spielt in dem Roman den Sündenbock, wobei ich glaube, dass Joss Stirling generell zeigen möchte wie hart die Gesellschaft sein kann. Geprägt von Mobbing, Ausstoßung und Hass hat es mancher Schüler/manche Schülerin nicht ganz so leicht. Egal, ob es an einer Gehirnwäsche liegt oder nicht, die Menschen können grausam und rücksichtslos sein, wenn es um das Ansehen geht. Da kann es schon mal passieren, dass man einst beste Freunde hängen lässt und verrät. Allerdings veranschaulicht Stirling auch sehr gut, dass es immer jemanden gibt, der sich für einen einsetzt; auch, wenn es ein mutmaßlicher Fremder sein mag.

Das Ende des Buches war zwar vorhersehbar, allerdings wirklich sehr schön. Es gibt Bücher, bei denen ist es einem egal, ob man das Ende bereits zu Beginn kennt, denn der Inhalt zählt viel mehr, da dieser einfach fesselnd ist. Und "Raven Stone - Wenn Geheimnisse tödlich sind" ist genau eins von diesen Büchern. Ehrlicherweise habe ich an Joss Stirlings Werk nichts zu bemängeln und kann es nur empfehlen.

Ich lege dieses Buch jedem zu Herzen, der in eine Welt eintauchen möchte, wo die knallharte Realität auf etwas Fantasie, Aktion und Liebe trifft. Hiermit schließe ich mich der Altersangabe von Dtv an und bedanke mich ebenso herzlich bei ihnen, dass sie mir dieses wundervolle Buch zur Verfügung gestellt haben.

Peanut xx

Dienstag, 15. November 2016

Rezension: "SMS für dich" - Sofie Cramer

[Hier erhältlich]



Titel: "SMS für dich"

Autorin:
Sofie Cramer

Übersetzung: Deutsch ist die Originalsprache

Genre: Moderne und zeitgenössische Belletristik/Liebesromane

Verlag: Rowohlt

Klappentext Rowohlt:
,,Was ich dir noch sagen will...
Nach einem heftigen Streit verschwindet Claras Freund ohne ein Wort. Kurz darauf erfährt sie, dass Ben auf tragische Weise ums Leben gekommen ist. Dabei hatte er ihr erst vor wenigen Wochen einen Heiratsantrag gemacht! Clara ist am Boden zerstört. Wie soll sie allein weiterleben? Erst als sie vor Sehnsucht beginnt, Ben täglich eine SMS zu schreiben, findet sie allmählich wieder Halt. 
Was Clara nicht weiß: Bens Nummer wurde inzwischen neu vergeben. Die Nachrichten landen bei Sven, und sie berühren den jungen Journalisten so sehr, dass er sich auf die Suche nach der geheimnisvollen Absenderin macht ..."
Zum Buch: Das Buch erschien am 26.08.2016, enthält 256 Seiten und ist als Taschenbuch [D: 9,99€] und als eBook [8,99€] erhältlich.

ISBN:  978-3-499-29020-6

Rezension: Der Roman "SMS für dich", welcher sogar schon verfilmt wurde, enthält eine Geschichte, die einen sowohl positiv, als auch negativ berührt. Es ist eine Achterbahnfahrt von vielen Tiefen, aber dafür umso aufregenderen Höhen. Sofie Cramer gibt der Liebe einen Hauch von Magie, was einfach nur herzerwärmend ist.

Das Buch ist aus zwei Sichtweisen geschrieben; aus Claras und aus Svens. Beides Hauptcharaktere und beide versunken in einem tiefen Loch. Der Weg, auf dem sie sich zusammenfinden, ist lang und nervenaufreibend, doch dafür umso schöner.

Claras Rolle und der Verlust ihres Verlobten, geben die Grundlage des Buches wieder, denn genau darauf baut alles auf. Es war interessant zu lesen, wie sich langsam die meisten Zufälle zusammengefügt und Sinn ergeben, aber auch auf Bens Tod zurückgeführt haben.
An Claras Charakter kann man sehen, wie viel man aus Trauer schöpfen kann und, dass diese nicht nur schlechte Seiten hat. Clara ist der Beweis dafür, dass nach der Trauer, und auch mit der Trauer, Hoffnung kommen kann. Und genau diese hat sie am Leben gehalten. Hoffnung und Wille. Mit Clara macht Sofie Cramer deutlich, wie schwer es sein kann, wenn man jemand wichtigen in seinem Leben verliert.

Auch Sven verkörpert Stärke; aber nicht nur das. Auch er zeigt, dass man aus seinem Tief wieder hochkommen kann. An ihm sieht man, dass man sich manchmal wegen belanglosen Dingen komplett unmotiviert fühlt, sich selbst bemitleidet oder einfach nur unzufrieden mit allem ist.
Bei Sven ist es die Neugier, die ihn wieder zum Leben erweckt. Clara ist seine neue Motivation, welche ihn auch ordentlich auf Trapp hält.

Der schöne Aspekt an den beiden ist, dass sie sich unbewusst gegenseitig helfen. Sie mit ihren Nachrichten an Ben, die aber eigentlich an Sven geleitet werden. Er mit seinen Nachforschungen an Clara und dem Lesen ihrer Nachrichten. Man könnte sagen, dass die Liebe die beiden rettet. 
Es gab allerdings zwei Stellen, die mich wirklich sehr berührt, aber dennoch positiv vom Buch überzeugt haben. Der Prolog ist ein trauriger Einstieg in die Geschichte und hätte mich glatt zum Weinen gebracht, wenn ich nicht an einem öffentlichen Ort gewesen wäre und der Abschiedsbrief von Ben an Clara ist auch sehr herzzerreißend.

"SMS für dich" beinhaltet außerdem die Tatsache, dass Freunde und Familie sehr wichtig sind, wenn man sich in einer Krise befindet. Aber auch Selbstachtung spielt eine große Rolle, denn in solchen Situationen sollte man nicht den Kopf verlieren.
Im Allgemeinen hat mir das Buch wirklich gut gefallen, wobei das Cover nebenbei noch einen dicken Pluspunkt bekommt, da es sehr schön gestaltet ist und einstimmige Farben besitzt.
Ich würde es als leichte Urlaubslektüre für Frauen empfehlen, aber auch jedem anderen, der sich für Liebesgeschichten mit emotionalem Hintergrund interessiert.

Ein herzliches Dankeschön an Rowohlt Verlage, dafür, dass sie mir das Buch zur Verfügung gestellt haben.

Peanut x

Dienstag, 8. November 2016

Rezension: "Die Begehrte - Eleonoras geheime Nächte"





Titel: "Die Begehrte - Eleonoras geheime Nächte"

Autorin: Sara Bilotti

Übersetzerin
:
Bettina Müller Renzoni

Genre: Liebesromane

Verlag: blanvalet/randomhouse

Klappentext randomhouse
:
,,Vier Jahre lang hat Eleonora ihre Kindheitsfreundin nicht gesehen, als sie von ihr auf ein idyllisches Landgut in der Toskana eingeladen wird. Dort lebt Corinne mit Alessandro, einem brillantem Geschäftsmann, gutaussehend, höflich und kultiviert, zu dem sich Eleonora auf Anhieb hingezogen fühlt. Doch auch seinem Bruder Emanuele, dem etwas Dunkles, Unberechenbares anhaftet, kann sie kaum widerstehen. Die Männer wissen um ihre Anziehungskraft und beginnen ein undurchsichtiges Spiel mit ihr. Dabei spürt sie, dass die beiden ein Geheimnis hüten, dem sie nach und nach auf die Spur kommt …"

Zum Buch:
Das Buch erschien am 22.08.2016, enthält 336 Seiten und ist als normales Buch [D: 14,99€ / A: 15,50€] und als eBook [9,99€] erhältlich.

ISBN: 978-3-7645-0580-6

Rezension:
Das Cover von "Die Begehrte - Eleonoras geheime Nächte" ist schlicht, aber schön. Auffällig ist das viele Schwarz, doch der wirkliche Eyecatcher ist die halbierte Erdbeere mit den Wassertropfen am Rand. Sie ist sehr groß und nimmt etwa die Hälfte des Covers ein, was positiv auf sich aufmerksam macht. Für den Titel, den Namen der Autorin und der Erdbeere wurde ein anderes Material verwendet als für das, was bei dem Buchumschlag verwendet wurde. Das führt dazu, dass man das Buch gerne in die Hand nimmt und man somit dazu geleitet wird, den Klappentext zu lesen. Denn meistens ist es wahr: Das Cover macht eine Menge aus, wenn es um den ersten Eindruck geht.

"Eleonoras geheime Nächte" besteht aus exakt drei Bänden und bevor ich Band eins gelesen hatte, hatte ich keine besonders hohen Erwartungen. Eine Liebesgeschichte, bei der sich die Frau zwischen zwei Männern entscheiden muss; wie typisch. Das dachte ich auch. Allerdings geht es um viel mehr. 
Wie in so vielen Büchern spielen Freundschaft und Familie wichtige Rollen, doch hinzu kommt außerdem die Vergangenheit der zwei Brüder. Alles erscheint wie ein großes Theaterstück, wo niemand Außenstehendes hinter die Fassade gucken oder den Plot herausfinden kann, was die Geschichte um einiges interessanter macht. 

Eleonora ist ein sehr unentschlossener und emotional geleiteter Charakter. Sie lässt sich von ihrer Vergangenheit beeinflussen, da sie von dieser sehr geprägt wurde, und schafft es nicht wirklich über ihren eigenen Schatten zu springen. Außerdem fällt es ihr schwer, auf Ratschläge anderer zu hören. Eleonora wirkt auf mich wie eine Person, die sich von ihren Trieben leiten lässt und keinen eigenen Willen hat, was dazu führt, dass sie sich von beiden Brüdern angezogen fühlt, obwohl sie merkt, dass bei ihnen gewaltig etwas schief läuft. An ihr wird deutlich, dass der Mensch generell sehr leicht zu beeinflussen ist und meistens Lust über das eigene Wohlbefinden stellt. 

Alessandro und Emanuele sind die zwei verführenden und geheimnisvollen Brüder. Ich glaube, unterschiedlicher könnten Blutsverwandte gar nicht sein. Das Einzige, was die beiden verbindet ist die Vergangenheit, aus welcher das scheinende Theaterstück entsteht. 

Obwohl das Buch teilweise zur Erotik Genre gehört, ist das Familienleben und die Freundschaft zu ihrer alten Freundin Corinne sehr im Vordergrund. Diese beiden Aspekte machen deutlich klar, dass es immer wieder Menschen gibt, die einen verletzen, obwohl man eigentlich davon ausgeht, dass man ihnen etwas bedeutet. 

Der Roman von Sara Bilotti hat mich in vielerlei Hinsicht gefesselt, da Eleonora im Laufe des Buches an sich arbeiten muss, obwohl sie gleichzeitig das große Rätsel der Vannini Brüder lösen möchte. Und natürlich ist dieses Rätsel nicht nur für Eleonora interessant, sondern auch für die Leser. Der erotische Part des Buches basiert nicht nur auf grundloses "Rumvögeln", sondern darauf, dass Eleonora damit die Leere in sich füllt und Geborgenheit sucht. 
Des Weiteren ist das Ende des ersten Bandes sehr unerwartet und  schockierend, was einen dazu anleitet, den zweiten Band auch lesen zu wollen. 

Ich empfehle dieses Buch jedem ab 16 Jahren und jedem, der sich für etwas intimere Liebesgeschichten interessiert.
Ein großes Dankeschön an blanvalet und Randomhouse dafür, dass sie mir dieses Buch zur Verfügung gestellt haben.



Dienstag, 27. September 2016

Rezension: "Küss mich/Es ist die Liebe, die wir nicht begreifen" - Bart Moeyeart

[Hier erhältlich]






Titel: "Küss mich/Es ist die Liebe, die wir nicht begreifen"

Autor: Bart Moeyeart

Übersetzerin:
Mirjam Pressler

Genre: Jugendbuch, realistische Literatur

Verlag: dtv, Reihe Hanser

Klappentext dtv: ,,Freundschaft und Liebe – zwei literarische Kleinode in einem Buch.
Da sind zwei Mädchen, die einander verachten und doch bald ein großes Geheimnis miteinander teilen werden. Und da ist Axel mit seiner Mutter. Beide streiten nur noch, bis wir erfahren, welches Schicksal sie verbindet. Was ist Liebe? Wie weit geht sie? Welche Facetten hat sie? Bart Moeyaert stellt große Fragen. Und bereichert jeden Leser."

Zum Buch: Das Buch erschien am 26.08.2016, enthält 208 Seiten, ist ab 14 Jahren und als Taschenbuch erhältlich. In Deutschland kostet es 9,95€ und in Österreich 10,30€.

ISBN: 978-3-423-62641-5

Rezension: "Küss mich/Es ist die Liebe, die wir nicht begreifen" besteht offensichtlich aus zwei verschiedenen Geschichten. Beide Covers sind wirklich präzise und gut durchdacht ausgewählt, ebenso wie die Titel. Beide Titel erscheinen nämlich in den Texten, was die jeweiligen Geschichten ansprechender und "sympathischer" wirken lässt.

Außerdem muss die Übersetzung aus dem Niederländischen von Mirjam Pressler gelobt werden, da das Buch wirklich sehr gut zu verstehen ist. Sehr auffällig sind die rhetorischen Mittel, denn davon wurden viele verwendet; am meisten kommt allerdings die Anapher vor, was die Aussagen und Handlungen der Charaktere intensiviert und dem Leser/der Leserin somit das Gefühl gibt, viel näher an den Situationen dran zu sein.

Bart Moeyearts Jugendbuch ist eine leichte Lektüre und könnte, meiner Meinung nach, gut im Unterricht behandelt werden. Die Schüler und Schülerinnen würden etwas wichtiges über Ehrlichkeit, Zusammenhalt in der Familie und in der Freundschaft lernen, genauso wie sie in Kenntnis gesetzt werden würden, dass Liebe einen sehr leicht beeinflussen und einschränken kann. Man könnte die Geschichten an vielen Stellen  hinterfragen und die Charaktere sehr genau analysieren. Da das Buch auch nicht sehr viele Seiten hat, ist es kein Schweres, es zu lesen.

Ich persönlich bin allerdings nicht sehr von "Küss mich/Es ist die Liebe, die wir nicht begreifen" begeistert, da ich eben denke, dass es eine typische Lektüre des Deutsch Unterrichts ist. Des Weiteren konnten mich der Aufbau des Buches und die Art, wie die Kapitel dargestellt sind, nicht sonderlich begeistern. Anfangs war es verwirrend, mitten in eine Handlung hineingeworfen zu werden, ohne wirklich etwas über die Situation zu wissen. Dennoch muss ich beifügen, dass es daran liegen könnte, dass ich dieses Buch 13-14-jährigen empfehlen würde und ich nun mal schon über dieses Alter hinaus bin.

Nichtsdestotrotz war es mir eine Ehre und ein Vergnügen, das Buch zu lesen. Bart Moeyeart hat ein großes Talent, mit Wörtern umzugehen, was nicht jeder von sich behaupten kann. Ein herzliches Dankeschön an dtv, dass sie mir das Buch zur Verfügung gestellt haben.

Eure Peanut x

Mittwoch, 21. September 2016

Rezension: "Dem Abgrund so nah" - Jessica Koch

[Hier erhältlich]



Titel: "Dem Abgrund so nah"

Autorin: Jessica Koch

Übersetzung: Die Originalsprache ist Deutsch

Genre: Moderne und zeitgenössische Belletristik; Zeitgenössische Liebesromane; Familienleben

Verlag: rororo

Klappentext Rowohlt: ,,Ein Buch, das zu Herzen geht. Ein Buch, das Mut macht.

Danny ist gerade zehn Jahre alt, als sein Leben aus den Fugen gerät.
Ein schwerer Schicksalsschlag veranlasst seine Familie, aus den Vereinigten Staaten nach Deutschland zu ziehen. Dannys Vater ertränkt seinen Kummer in Alkohol und fällt zurück in Verhaltensmuster, von denen er glaubte, sie vor der Ehe endgültig abgelegt zu haben. Danny ist seinem Vater schutzlos ausgeliefert. Aber er gibt nicht auf …
Bei einem Sommercamp lernt Danny die Französin Dominique kennen. Ihre Liebe hilft ihm, sich von seiner Familie – und damit aus der Dunkelheit, die sein junges Leben prägt – zu lösen.
Es beginnt ein Kampf um Anerkennung, Freiheit, Gerechtigkeit – und um die Liebe."


Zum Buch: Das Buch erschien am 21.09.2016, enthält 336 Seiten, ist als Taschenbuch erhältlich [D: 9,99€] und schon Band 2 der Danny-Trilogie.

ISBN: 978-3-499-29087-9

Rezension: Jessica Kochs Bücher sollten im Unterricht der Erziehungswissenschaften offiziell bearbeitet werden, da ich der festen Überzeugung bin, dass ihre Geschichten über Danny pädagogisch wertvoll sind. Sehr wertvoll. Vor allem dieser Band könnte unfassbar gut auseinander genommen und behandelt werden, sodass Schüler vieles daraus lernen und erfahren könnten. Die Tatsache, dass die Trilogie auf wahren Begebenheiten beruht, unterstützt die Aussage, dass Erziehung eine immens große Sache und nicht nur mütterlicher Weise wichtig ist.

Band 2 der Trilogie ist genauso herzzerreißend wie Band 1. Ich weiß gar nicht, welcher Part schlimmer war; die Folgen von Dannys schrecklicher Kindheit oder der Verlauf von Dannys schrecklicher Kindheit. Wieder einmal bin ich so von Gefühlen überhäuft, dass ich gar nicht richtig weiß, wo ich überhaupt anfangen soll. Die Aussagen "Ein Buch, das zu Herzen geht. Ein Buch, das Mut macht.", entsprechen zu hundert Prozent der Wahrheit, denn dieses Buch erzählt von einem Jungen, der mutiger gar nicht sein könnte.

Die Gefühle, die ich beim Lesen empfunden habe, waren überwiegend negativ. Ich war schockiert, erschüttert, angeekelt und fassungslos. Nicht darüber, wie das Buch geschrieben ist, sondern darüber, wie schrecklich Menschen doch sein können. Wenn diese schrecklichen Menschen, dann auch noch die eigenen Eltern sind, dann verschlimmert es die Dinge nochmal um einiges. Jessica Koch macht mit ihrem Buch klar, wie hilflos aber auch stark Kinder sein können. Es macht einem bewusst, dass man Reden muss, wenn man möchte, dass einem geholfen wird. Aber es verdeutlicht ebenfalls, dass genau dieses Reden unglaublich schwierig sein kann.

Ich bin immer noch überwältigt davon, wie nah ich mich Danny gefühlt habe, während ich von seiner Kindheit las. Es kribbelte in meinen Fingern, weil ich, obwohl ich wusste, dass es schon Jahre vergangen ist, ihm helfen wollte. Man hört immer wieder in den Nachrichten davon, dass Menschen vergewaltigt werden und, dass viele weitere schlimme Dinge passieren, aber ich glaube, dass dort dann allerdings noch ein gewisser Abstand besteht. In "Dem Abgrund so nah" ist es meiner Meinung nach aber so, dass gar kein Abstand mehr besteht. Die kindliche Wahrnehmung von Danny und seine Verarbeitungsweise sind so schmerzhaft real beschrieben, dass man die aufkommenden Emotionen gar nicht zurückhalten kann. Allerdings muss ich hier nochmal auf den Punkt Mut zurückkommen, denn nicht viele hätten das, was er erlebt hat, so willensstark durchgehalten, wie er es getan hat.

"Dem Abgrund so nah" ist eine so berührende Geschichte, dass man gar nicht aufhören möchte zu lesen. Ich persönlich musste einfach immer weiterlesen, weil ich darauf brannte, dass Danny sich zur Wehr setzt. Ich musste wissen, wie stark dieser Junge sein kann.
Dennoch spielen noch weitere Faktoren eine wichtige Rolle in dieser Geschichte. Wer dieses Buch gelesen hat, wird verstehen, wie wichtig Liebe und Zuneigung ist, humane Liebe und Zuneigung. Jedes Kind sollte mit der Sicherheit aufwachsen, dass es sich auf die Unterstützung und Liebe der Eltern verlassen kann, jedes Kind braucht Geborgenheit und Vertrauen. Aber nicht nur Elternliebe ist wichtig, sondern auch freundschaftliche Liebe, oder die gegenüber einer Person, zu der man sich hingezogen fühlt. Jeder Mensch hat das Recht darauf "Nein" zu sagen und jeder Mensch hat ein Recht auf Hilfe, egal, welches Alter.

Wie man bemerkt, bin ich sehr beeindruckt von "Dem Abgrund so nah". Ich bin beeindruckt davon, wie viel man aus Dannys Geschichte lernen kann. Meine Dankbarkeit an Jessica Koch ist mit diesem Band nur noch weiter gestiegen. Ich bin froh, dass sie die Menschen mit Geschichten konfrontiert, die tagtäglich ausgelebt werden, denn viele verschließen einfach die Augen vor Sachen, in die sie sich nicht einmischen wollen, aber eigentlich sollten.

Obwohl ich glaube, dass dieses Buch vielen Menschen helfen könnte, empfehle ich dennoch es erst ab 16 Jahren zu lesen und  außerdem denjenigen, die sich sicher sind, dass sie mit der Konfrontation von häuslicher Gewalt, Unterdrückung und Misshandlung/Vergewaltigung umgehen können. Dazu gibt es aber glücklicherweise auch noch den Abschnitt "Triggerwarning" am Anfang des Buches.

Ein herzliches Dankeschön an Rowohlt Verlage, dass sie mir das Buch zur Verfügung gestellt haben und ein weiteres Dankeschön an Jessica Koch, dass sie solch persönliche Sachen mit uns teilt.

Eure Peanut x

Rezension: "Dem Horizont so nah" - Jessica Koch





Titel: "Dem Horizont so nah"

Autorin: Jessica Koch

Übersetzung
: Die Originalsprache ist Deutsch

Genre Moderne und zeitgenössische Belletristik; Zeitgenössische Liebesromane; Familienleben

Verlag:
rororo

Klappentext Rowohlt: ,,Eine bewegende Geschichte über Freundschaft, Mut, Vertrauen und die Kraft, loszulassen. Eine wahre Geschichte.

Jessica ist jung, genießt das Leben und schaut in eine vielversprechende Zukunft. Dann trifft sie Danny. Sofort ist sie von ihm fasziniert, denn trotz seines guten Aussehens und selbstbewussten Auftretens scheint ihn ein dunkles Geheimnis zu umgeben. 
Nach und nach gelingt es Jessica, hinter Dannys Fassade zu blicken und ihn kennenzulernen. Abgründe tun sich auf: Danny ist von Kindheit an zutiefst traumatisiert. Fernab von Heimat und Familie kämpft er um ein normales Leben.
Trotz aller Schwierigkeiten und gegen jede Vernunft entsteht zwischen Jessica und Danny eine innige Liebe. Doch nicht nur Dannys Vergangenheit ist düster, auch seine Zukunft ist bereits gezeichnet. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit …"


Zum Buch
:
 Das Buch erschien am 29.07.2016, enthält 464 Seiten und ist als Taschenbuch [D: 9,99€] und Hörbuch [D: 16,99€] erhältlich. Ein Alter wurde bisher nicht angegeben.

ISBN
:
 978-3-499-29086-2

Rezension: Bevor ich zu meiner Rezension komme, möchte ich schon von Beginn an sagen, dass ich in dieses Buch verliebt bin. Ich hatte erst Zweifel daran, dass es mir gefallen würde, allerdings hatte ich auch komplett andere Erwartungen. Zugegebener Weise ist mir erst in der Mitte des Buches bewusst geworden, dass Jessica Koch eine Zeitspanne, ein Erlebnis aus ihrem Leben, erzählt. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich im Glauben, dass es eine erfundene Geschichte ist, da ich komplett den Satz "Eine wahre Geschichte" überlesen habe.
Des Weiteren hatte ich nie erwartet, dass es von so tiefst verletzten Menschen handelt. Ich dachte, es wäre ein weiteres Buch über einem lieben Mädchen und einem Bad Boy.
Ich wurde, ohne zu übertreiben, tief berührt und komplett aus den Socken gehauen. Noch nie habe ich während des Lesens so sehr geweint und noch nie war ich nach dem Lesen immer noch so sehr mitgenommen. Es ist wirklich schwierig Worte zu finden, um mein Entsetzen, mein Mitgefühl, meine Trauer und meine Bewunderung zu beschreiben.

In dieser Rezension werde ich nicht die Möglichkeit haben, um etwas am Realismus der Geschichte zu bemängeln, da das ganze Buch auf wirklich passierte Tatsachen basiert. Dennoch werde ich beschreiben, wie die ersten Seiten auf mich gewirkt haben, bevor ich realisiert und recherchiert habe, dass es gar keine erfundene Liebesgeschichte ist.
Anfangs dachte ich, wie schon erwähnt, dass es eine weitere Klischee-Geschichte über ein Teenager Paar wäre, weswegen ich natürlich auch sofort falsche Vermutungen und Feststellungen an das Buch gelegt habe. Ich ging davon aus, dass es ein schlechter Abklatsch von Fifty Shades of Grey und irgendeiner Fan Fiction wäre, da ich das mit dem "Geheimnis" von Danny, dem Hauptcharakter neben Jessica, vollkommen falsch aufgenommen hatte. Dann kam auch noch dazu, dass Danny sehr früh beichtet, dass er sich verliebt hat und es viele große Zeitsprünge gibt, was dazu führte, dass ich mich ungefähr bis Seite 180 fragte, was jetzt noch kommen könnte und, dass ich hoffte, dass es kein weiteres typisches Drama werden würde, wie wir es sonst aus vielen Jugendromanen kennen. Ich hoffte, dass keine hundert Streits kommen würden, nur damit das Buch gefüllt war. Und natürlich wurde ich dann komplett aus der Bahn geworfen.

Als es in meinem Kopf dann endlich mal "Klick!" gemacht hatte und ich endlich nach Informationen recherchiert habe, gab es auf alle meine Fragen endlich eine Antwort. Ich musste nicht weiter darauf achten, ob die Geschichte dem Realismus nah genug kam, ob die Schreibweise der wörtlichen Rede zu aufgesetzt war oder ob die Zeitsprünge zu groß waren. Meine Wahrnehmung war sofort anders. Jessica Koch konnte der Realität nicht näher kommen, als genau diese aufzuschreiben, die wörtliche Rede war nicht mehr aufgesetzt sondern jedes Mal ein Stückchen mehr Wissen über die Persönlichkeiten der Personen, und die Größe der Zeitsprünge war auf einmal irrelevant, denn jeder Zeitsprung führte zu einer weiteren Erinnerung aus Jessicas Leben mit Danny. Ich ärgere mich noch immer über meine Unaufmerksamkeit, habe mir aber vorgenommen, das Buch auf jeden Fall nochmal zu lesen und dann von Anfang an mit der richtigen Sichtweise.

13 Jahre hat Jessica Koch gebraucht, um mit ihrer und Dannys Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen und ich bin unfassbar beeindruckt davon, wie viele Erinnerungen sie immer noch an die Zeit mit ihm hat. Es sind so viele Details, so viele genau beschriebene Momente auf so vielen Seiten festgehalten, dass ich als Leserin das Gefühl hatte, diese Geschehnisse real, aber als Außenstehende miterlebt zu haben. Ich glaube, dass genau das, das Faszinierende an "Dem Horizont so nah" ist. Die Realität des Buches bricht einem Stück für Stück das Herz und lässt einem jede einzelne Emotion mitfühlen. Ich habe gelacht und gegrübelt, aber am meisten habe ich geweint. Ich bewundere Jessica Koch dafür, dass sie die Stärke hatte, diesen Teil ihres Lebens mit der Außenwelt zu teilen und ich bin froh, dass es gelungen ist, dass so viele Menschen das Buch schon gelesen haben.

Es lohnt sich das Buch zu lesen, weil es einen die ganze Zeit zum Nachdenken bringt. Ich persönlich konnte das Buch gar nicht aus der Hand legen, weil ich so überwältigt von den ganzen Ereignissen in dem Buch war. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, was noch passieren könnte und jedes Mal wurde ich aufs Neue überrascht.
Um zu verstehen, was Danny für eine wundervolle Person war, muss man das Buch wirklich gelesen haben. Um zu verstehen, was der Inbegriff von tiefgründiger Freundschaft und Liebe ist, sollte man das Buch ebenfalls unbedingt kaufen und lesen.

Ich entschuldige mich für mein anfängliches Missverständnis, möchte aber nochmal deutlich machen, dass ich das Buch nur empfehlen kann. Manchmal weiß man gar nicht, durch welche Höllenqualen manche Menschen gehen, weil wir nur das Äußere betrachten. Wir merken nicht, wie grausam wiederum so viele Menschen sein können und wie wenige dann wirklich helfen. Und das ist mein Appell an alle, die meine Rezension bis zum Ende gelesen haben. Setzt euch mit der Geschichte von Danny und Jessica auseinander, lest euch ihre emotionale Geschichte durch. Ich verspreche, dass es eure Sicht auf einige Dinge drastisch verändern wird und, dass ihr eine Menge Taschentücher brauchen werdet, aber um das Interesse aufrecht zu erhalten, werde ich nicht weiter auf Dannys Leben und Geheimnis eingehen.
"Dem Horizont so nah" empfehle ich jedem ab 14 Jahren.

Einen herzlichen Dank an Rowohlt Verlage, dass sie mir dieses wundervolle Buch zur Verfügung gestellt haben und einen weiteren Dank an Jessica Koch, dass sie mir in vielen Sachen die Augen geöffnet hat.

Eure Peanut x

Mittwoch, 14. September 2016

Rezension: "Crazy Moon" - Sarah Dessen

[Erhältlich hier]





Titel: "Crazy Moon"

Autorin: Sarah Dessen

Übersetzerin: Gabriele Kosack

Genre: Jugendroman, Belletristik, Liebe

Verlag: dtv Junior


Klappentext dtv: ,,Colie ist wenig begeistert davon, den ganzen Sommer bei ihrer durchgeknallten Tante Mira in einem Nest irgendwo in North Carolina zu verbringen. Viel lieber würde sie mit ihrer Mutter, der Aerobic-Queen Kiki Sparks, auf Europa-Reise gehen. Aber das Leben scheint ohnehin kein Stück besser geworden zu sein, seit Colies Mutter mit eisernem Willen abgenommen hat und Colie mit ihr. Im Gegenteil: Während ihre Mutter eine internationale Karriere als Schlankheits-Guru hinlegt, ist die 15-jährige Colie ohne ihre überflüssigen Pfunde zwar auch rank und schlank, aber selbstbewusst ist sie deshalb noch lange nicht. Jahrelang gedemütigt von ihren Mitschülern, hat Colie die Nase voll von spöttischen Bemerkungen, und um sicher zu gehen, dass ihr niemand zu nahe kommt, trägt sie eine unmögliche Frisur und ein provokatives Piercing. Voller Hass auf die Welt kommt sie im Provinzkaff Colby an.Tante Mira, ein Ausbund an Leibesfülle, Schrulligkeit und Lebensfreude, hat in Colies Augen einen Totalknall. Also warum nicht als Kellnerin im »Last Chance«, einem Fast Food Restaurant, jobben? Was aus purer Langeweile beginnt, wird für Colie jedoch bald zum Abenteuer. Unter der nicht immer gerade sanften Führung von Isabel und Morgan, der beiden anderen Kellnerinnen im Last Chance, lernt Colie Schritt für Schritt, zu sich selbst zu stehen, sich zu akzeptieren und anderen klare Grenzen zu setzen. Und Norman, der sensible junge Künstler, findet Colies Verwandlung offenbar sehr anziehend ...Tante Mira, ein Ausbund an Leibesfülle, Schrulligkeit und Lebensfreude, hat in Colies Augen einen Totalknall. Also warum nicht als Kellnerin im »Last Chance«, einem Fast Food Restaurant, jobben? Was aus purer Langeweile beginnt, wird für Colie jedoch bald zum Abenteuer. Unter der nicht immer gerade sanften Führung von Isabel und Morgan, der beiden anderen Kellnerinnen im Last Chance, lernt Colie Schritt für Schritt, zu sich selbst zu stehen, sich zu akzeptieren und anderen klare Grenzen zu setzen. Und Norman, der sensible junge Künstler, findet Colies Verwandlung offenbar sehr anziehend ...


Zum Buch: Das Buch erschien am 27. Mai 2016, enthält 288 Seiten, ist ab 14 Jahren und ist als Taschenbuch [D: 7,00€/A: 7,20€] und Ebook [4,99€] erhältlich.

ISBN978-3-423-71680-2

Rezension: Sarah Dessen verfasste eine sehr aussagekräftige Geschichte, in der dem Leser/der Leserin klar gemacht wird, wie wichtig eigentlich Freundschaft, Erziehung und Familie ist.

Colie hat sich schon immer hinter ihrem Aussehen versteckt; erst hinter ihrem Körperfett und dann, nachdem sie abgenommen hat, hinter einem abschreckenden Modestil. Dies liegt daran, dass sie nicht nur der Hauptcharakter des Buches ist, sondern, dass sie ebenso die Außenseiterrolle spielt. In den großen Sommerferien, welche sie bei ihrer Tante Mira verbringt, lernt sie eine Menge neuer Dinge für's Leben und realisiert, dass man so einige Sachen selber steuern und kontrollieren kann, obwohl man vorher die Ansicht hatte, dass alles aus dem Ruder läuft.

Beginnend mit dem Aspekt Familie. Colie wächst mit ihrer übergewichtigen Mutter auf, hat das gleiche Problem wie sie und wechselt von einer Schule zur anderen. Die beiden haben keinen festen Standort und reisen quasi von Stadt zu Stadt. Die gute Seite daran: die beiden halten immer zusammen. Colies Mutter ist stets für sie da und hat immer ein offenes Ohr, sie ist aufgeschlossen und abenteuerlustig, hat nie sehr lange einen Job. Die schlechte Seite daran: Colie kann keine festen Freundschaften schließen, muss sich immer wieder neu zur Show stellen und ist trotz ihrer Mutter irgendwie alleine. Dazu kommt noch, dass sie wegen ihres Gewichts geärgert, ja regelrecht tyrannisiert wird, bis sie dann abnimmt. Doch auch dann gibt es immer noch Personen, die es vollkommen auf sie abgesehen haben. Theoretisch ist dies die typische "Mobbing-Geschichte", denn das Buch erfüllt sehr viele Klischees. Dennoch ist es ein sehr realistischer Vergleich zur realen Welt. Zusammenfassend kann man also sagen, dass Colie in der Geschichte kein Selbstbewusstsein hat und somit sehr viele Teenager repräsentiert.

Dies ändert sich im Laufe der Geschichte, nämlich dann, als sie sich langsam bei ihrer Tante Mira einlebt. Ihre Tante spielt eine sehr bedeutende Rolle, denn sie zeigt Colie, dass Aussehen und gesellschaftliches Ansehen nicht alles im Leben sind und, dass man für ein gesundes Selbstbewusstsein kein Geld oder Unmengen an Freunden braucht. Dass jeder seine eigene Art hat, um mit dem Hass von anderen Menschen umzugehen und, dass man ganz sich selber und dabei glücklich sein kann. Ich glaube, dass dies ein sehr gutes Statement ist und einigen Menschen helfen könnte, wenn sie das Buch lesen würden und in einer ähnlichen Situation wie Colie wären.

Colies Mutter taucht persönlich nur kurz auf, aber dafür umso öfter in Erzählungen von den anderen Charakteren. Dort wird deutlich, dass sie sehr viel Willenskraft und Ehrgeiz besitzt. Dies wiederum ist inspirierend; nicht nur für Colie, sondern auch für Leser und Leserin.

Freundschaft und Liebe sind zwei weitere Hauptthemen des Buches "Crazy Moon". Freundschaft ist vielseitig; sie kann anstrengend, aber auch das Schönste auf der Welt sein. Freunde unterstützen einen in jeder Situation und stehen immer hinter einem, sie wollen einzig und allein das Beste füreinander. Außerdem können sie einen großen Beitrag dazu haben, um das eben schon erwähnte Selbstbewusstsein zu verbessern.
Liebe, die zu einem Jungen in diesem Fall, spielt in Sarah Dessens Buch keine besonders große Rolle, dennoch ist es ein Thema. Liebe bedeutet, dass man auf kleine Dinge achtet und diese wertschätzt. Dass man eine geliebte Person nicht oberflächlich anschauen und sie wirklich so gern haben sollte, wie sie wirklich ist.
All die oben genannten Punkte, werden wundervoll in "Crazy Moon" vertreten, wo auch noch hinzukommt, dass viele Lebensweisheiten erwähnt werden und mich persönlich sehr zum Denken angeregt haben.

Die Übersetzung des Buches, also die deutsche Version von "Crazy Moon", ist einfach und gut verständlich geschrieben. Ich würde dieses Buch eher Mädchen empfehlen, dennoch können durchaus auch Jungs daran Gefallen finden. Empfehlen tue ich es jedem zwischen 13 und 16 Jahren.

Ein herzliches Dankeschön an dtv Verlag, dass sie mir dieses Buch zur Verfügung gestellt haben.

Freitag, 26. August 2016

Rezension: "Jessicas Geist" - Andrew Norriss








Titel: "Jessicas Geist"

Autor: Andrew Norriss

Übersetzerin: Christiane Steen

Genre: Kinder/Jugendlicher - Fantasy und magischer Realismus

Verlag: Rowohlt rotfuchs

Klappentext Rowohlt: ,,Francis führt in der Schule ein einsames, unglückliches Leben, denn er ist der einzige Junge, der sich für Mode interessiert und selbst Kleidung näht. Das perfekte Opfer. In Jessica findet er zum ersten Mal eine Freundin. Doch Jessica ist ein Geist, der seit über einem Jahr in der Stadt herumschwebt – bisher allerdings vollkommen unsichtbar. Wieso nicht für Francis? Auch die kleinwüchsige, «unmädchenhafte» Andi und der übergewichtige Roland können Jessica sehen und hören. Bald schon verbindet die vier Außenseiter eine Freundschaft, die keiner von ihnen zuvor gekannt hat. Die Frage ist: Was haben sie alle gemeinsam? Und warum ist Jessica überhaupt als Geist unterwegs?"

Zum Buch: Das Buch erscheint am 26. August 2016, enthält 224 Seiten, ist ab 12 Jahren und wird als Paperback [14,99€] und Ebook [12,99€] erhältlich sein.

ISBN: 978-3-499-21744-9

Rezension: Der Roman "Jessicas Geist" ist ein Buch, welches sehr einfach geschrieben ist. Anfangs hatte ich mir ehrlicherweise nicht viel von dem Buch erhofft, da es eigentlich nicht meinen Kriterien entspricht, allerdings schien der Klappentext relativ interessant, also hatte ich beschlossen, das Buch zu lesen. Und ich habe es nicht bereut.

Schon auf den ersten zwei Seiten begegnet der Protagonist, Francis Meredith, dem Geist von Jessica, womit auch direkt deren Freundschaft beginnt. Die Sätze sind eher kurz, aber dafür verständlich gehalten, der Leser/die Leserin muss nicht lange darauf warten, bis ein Problem der Freunde gelöst oder bis eine Handlung erklärt wird. Es sind keine Fremdwörter, beziehungsweise Fachwörter vorhanden, die das Buch kompliziert oder anstrengend zu lesen machen, was dazu führt, dass es eine einfache aber dennoch moralisch starke Geschichte bleibt.

Wie schon vorher erwähnt, begegnet Jessica zuerst Francis, welcher mit ihr zusammen eher die Hauptrolle des Buches ist, obwohl der Leser/die Leserin das Buch aus der Sichtweise der dritten Person liest. Es dauert nicht allzu lange, bis zwei weitere Charaktere, zwei weitere Freunde, zu ihnen stoßen, nämlich Andi und Roland. Ganz lange bleibt unbekannt, warum Jessicas Geist nur von den drei Freunden gesehen wird und warum Jessica noch immer auf der Erde umher geistert, was genau genommen auch der Plot der Geschichte ist. Der Roman ist so aufgebaut, dass die vier sich erstmal zusammenfinden, sich anfreunden und gegenseitig unterstützen und sich dann erst wirklich mit der Frage auseinandersetzen, warum Jessica auch nach einem Jahr noch nicht erlöst wurde. Die Antwort dafür, leitet über zu einer sehr berührenden und leider traurigen Nachricht, die das Buch vermitteln möchte. Alle jugendlichen Hauptcharaktere haben eine Gemeinsamkeit, sie sind Außenseiter und wollen ihrem Leben ein Ende setzen und genau da, kommt Jessica ins Spiel. Ihre Aufgabe ist es, denen, die sie sehen, zu zeigen, dass das Leben doch noch einen Wert hat, weil sie diejenige ist, die schon an Selbstmord gestorben ist. Das ist nämlich die Wendung des Buches, die mich wirklich sehr positiv überrascht und beeindruckt hat.

Mir sind einige Sachen aufgefallen, die mich fasziniert und mitgerissen haben, unterdessen die Beschreibung von Depressionen, die in dem Buch von Roland kommt, als die Freunde den Grund für Jessicas Tod herausfinden. Die Vergleiche, die für die Gefühle während einer Depression verwendet werden, sind so präzise erläutert und gewissenhaft ausgewählt, sodass auch Menschen, die noch nie persönlich eine Erfahrung damit hatten, verstehen können, wie es ist, wenn man keinen Grund mehr sieht, am Leben zu bleiben oder alles nur noch in schwarz-weiß sieht.
Des Weiteren wird sehr deutlich, dass der Autor, Andrew Norriss, darauf plädiert, dass Menschen mit anderen Menschen über deren Gefühle reden sollten. Mit seinem Buch macht er den Lesern klar, dass es wichtig ist, sich Hilfe zu holen und, dass es immer jemanden gibt, der für einen da ist und einen liebt. Dass man sich nicht sein ganzes Leben so unerwünscht und einsam fühlen muss. Ich persönlich finde, dass er damit eine sehr aussagekräftige und wichtige Nachricht überbringt. Auch, dass ein Geist diese Nachricht indirekt verkörpert, hat eine gewisse, aber niederschlagende Moral, denn dies soll wohl zeigen, dass es für manche Menschen leider schon zu spät ist. Für viele gibt es noch Hoffnung und für viele gab es bereits ein trauriges Ende, aber es besteht immer die Möglichkeit, dass man jemandem helfen kann und auch sollte.

Es ist kein besonders dickes Buch, dennoch zeigt es, dass das Leben gar nicht mal so schlimm ist, wenn man die richtigen Menschen um sich hat.

Zum Ende des Buches stößt noch eine weitere wichtige Person zu den vier Freunden. Das ist der Part, der Höhepunkt des Buches, wo ich Gänsehaut und Tränen in den Augen bekommen habe. Es ist sehr berührend und ging mir während des Lesens wirklich nahe. Ich muss sagen, dass Andrew Norriss einfach unfassbar tolle Arbeit geleistet hat.

Mit dem Mindestalter, welches Rowohlt festgelegt hat, stimme ich vollkommen mit ein, da es keine extremen Stellen gibt und auf einem Niveau geschrieben ist, welches sehr leicht und pragmatisch gehalten wurde. Meiner Meinung nach, ist das Buch für jedem geeignet, der soziale und persönliche Themen, wie Mobbing, Gewalt, Gruppenzwang und Minderwertigkeitskomplexe unter Jugendlichen und deren Umgang damit, auf einfache Weise verstehen möchte.

Mein Fazit: Eine wundervolle, rührende Geschichte, die beweist wie stark Freundschaft wirklich sein kann und wie wichtig es ist, mit seinen Mitmenschen zu kommunizieren und Hilfe von ihnen anzunehmen.

Einen herzlichen Dank an Rowohlt, dass sie mir das Buch noch vor dem Erscheinungsdatum zur Verfügung gestellt haben.









Montag, 25. Juli 2016

Rezension: "Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums" - Sarvenaz Tash

[Leseprobe]




Titel
:
"Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums"

Autorin: Sarvenaz Tash

Übersetzerin: Sandra Knuffinke und Jessika Komina

Genre: Jugendroman/Liebe

Verlag: Magellan

Klappentext Magellan: ,,Der sechzehnjährige Graham liebt Comic - und seine beste Freundin Roxy. Aber wie soll er ihr das endlich sagen? Als Graham erfährt, dass der Autor ihres gemeinsamen Lieblingscomics auf der New Yorker Comic-Convention einen seiner seltenen öffentlichen Auftritte plant, sieht er seine Chance gekommen. Er wird Roxy auf der Comic-Con erobern! Denn welcher Ort wäre besser geeignet, als dieses legendäre Treffen von Superhelden und galaktischen Schurken? Graham hat drei Tage, um Roxy von sich zu überzeugen.
Doch er hat die Rechnung ohne die Gesetze der Comic-Con gemacht ..."

Zum Buch: Das Buch erschien am 25. Juli 2016, enthält 304 Seiten, ist ab 14 Jahren und als Hardcover mit Schutzumschlag und UV-Lack erhältlich, hat die Maße 14,0 x 22,0 cm und kostet 16,95€ (D)/17,50€ (A).

ISBN: 978-3-7348-5027-1

Rezension:
 Der Jugendroman "Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums" ist in der ersten Person, also aus der Sichtweise des Ich-Erzählers, und in der Gegenwart geschrieben. Es enthält einige "Nerd-Wörter", welche sich im Kontext der Situationen aber von selbst erklären und das Buch dadurch nicht schwieriger zu verstehen machen. Es ist keineswegs anstrengend, die Geschichte zu lesen und es ist bewundernswert, wie detailliert und ausführlich Sarvenaz Tash die Geschehnisse in den drei Tagen der Comic-Con beschrieben hat.
Mir persönlich gefällt es auch sehr, dass die Autorin die Comic-Con als Hauptort genommen und Nerds als generelles Thema gewählt hat, da genau diese Dinge immer mehr "in" werden. Vor einiger Zeit hieß es noch, dass Nerds total "uncool" wären, doch die jetzige jugendliche Generation ist immer mehr an Comics und Superhelden/Schurken aller Art interessiert, sodass Tash wunderbar an die Jugend angeknüpft hat.

Das Cover auf dem Schutzumschlag des Buches hat einen kindlichen und mädchenhaften Touch, was ich ganz kurz und knapp mit dem Wort "süß" beschreiben würde. Außerdem wurde das Cover wirklich sehr passend auf den Titel abgestimmt und ist somit allgemein vom Anblick her ein sehr positiv herausstechendes Buch, welches in einer Buchhandlung höchstwahrscheinlich schnell Aufmerksamkeit bei einem Leser erregen würde.

Die Charaktere in dem Buch "Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums" erfüllen alle ihre eigene kleine Rolle der heutigen Stereotypen.

Graham, der Erzähler der Geschichte, verhält sich wie der typische Teenager, der zum ersten Mal verliebt ist. Er verbindet seine Beziehung zu Roxana, seine beste Freundin und gleichzeitig sein Schwarm, immer wieder mit der fiktionalen Beziehung von seinen Lieblingscomiccharakteren Charlie Noth und Althena. Dauernd wird er durch bestimmte Zitate von Charlie an Roxana erinnert, er macht sich unglaublich viel Mühe, um ihr zu gefallen und er zieht aus jeder winzigen Andeutung unglaublich viel Hoffnung. Diese Hoffnung macht ihn naiv, was er allerdings im Laufe des Buches auch immer mal wieder zu spüren bekommt. Er malt sich Szenarien aus, die wahrscheinlich nie passieren werden und ist so blind hinter seiner rosaroten Brille, dass er gar nicht bemerkt, dass ihn jemand anderes gern hat. Graham ist die perfekte Verkörperung für alle, die sich Hals über Kopf in jemanden verliebt haben und knüpft vor allem sehr gut an die Jugend an, weil gerade Teenager in Sachen Liebe noch sehr naiv oder fantasievoll sein können. Außerdem zeigt es, dass sich Jungs bei diesem Thema eigentlich gar nicht so viel von Mädchen unterscheiden.
Casey ist der beste Freund von Graham, der versehentlich und/oder beabsichtigt hin und wieder Andeutungen in der Nähe des Schwarms macht, in der Hoffnung, dass er vielleicht hilft, obwohl er diese Situationen einfach nur peinlicher macht. Dennoch hat er immer ein offenes Ohr und eine helfende Hand bei Problemen parat. Jeder von uns kennt bzw. hat genau diesen einen Freund.
Roxana übernimmt den Teil der Freundschaft, der für Graham nicht so angenehm ist. Sie ist diejenige, die sich nicht in ihren besten Freund verlieben kann, sich wegen eines anderen Jungen komisch verhält und ihren Charakter seinetwegen sogar verändert. Eigenschaften, die sich fast jedes Mädchen aneignet, wenn sie einem Jungen gefallen möchte und eine Sache, die bei einer Freundschaft zwischen einem Jungen und einem Mädchen eigentlich immer vorausgesagt wird.
Felicia ist Roxanas beste Freundin und übernimmt die Rolle des weiblichen Tagebuchs. Graham ist bewusst, wenn er etwas über Roxanas Gefühle wissen möchte, dann könnte er sich mit seinen Fragen an Felicia wenden, da Freundinnen sich eigentlich alles erzählen.
Devin repräsentiert den altbekannten Störenfried, der immer zwischen einer Person und deren Schwarm steht. Derjenige, der immer die geliebte Person bekommt und in aller Augen einfach perfekt ist. Derjenige, der natürlich immer das Mädchen bekommt.

Die Charaktere des Buches könnten auch alle einen einzigen Charakter darstellen, denn jeder ist in seinem Leben einmal derjenige, der blind vor Liebe ist, derjenige, der eine Liebe nicht erwidern kann, derjenige, der den besten Freund/die beste Freundin spielt oder derjenige, der unbewusst zwischen zwei Menschen steht und es gefällt mir, wie Sarvenaz Tash typische, aber wichtige Eigenschaften auf mehrere Personen verteilt hat.

Die Geschichte an sich, stellt also eigentlich nur eine Situation dar, die sich im Durchschnitt im Leben jeder Person mindestens einmal abspielt. Die erste große Liebe, Hoffnungen, Liebeskummer und das "Drüber-Hinweg-Kommen", eine sehr gut geschriebene Geschichte für jene, die sich gerade in so einer Phase befinden und Verständnis suchen, für jene, die sich nochmal an diese Phase erinnern möchten und für jene, die sich einfach nicht an Liebesgeschichten satt lesen können. Ich schließe mich hiermit an das von Magellan festgelegte Empfehlungsalter an.

Ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen und freue mich, dass ich nun so ein schönes Buch in meinem Regal stehen habe. Vielen Dank an Magellan Verlag, dass sie mir das Buch noch vor der Veröffentlichung zur Verfügung gestellt haben.

Peanut xx


Samstag, 4. Juni 2016

Rezension: "This is not a love story" - Holly Bourne

Erhältlich:


Titel:
"This is not a love story"

Autorin: Holly Bourne

Übersetzerin:
Nina Frey

Genre: Belletristik

Verlag: Dtv Verlagsgesellschaft

Klappentext dtv
:
,,An die wahre Liebe oder gar an Seelenverwandtschaft hat die 17-jährige Penny nie geglaubt. Bis sie eines Abends bei einem Konzertbesuch auf Noah trifft. Wie ein Magnet fühlt sie sich von ihm angezogen - und Noah geht es anscheinend nicht anders. Sie spürt die gewaltige Kraft der Gefühle und lässt Noah doch mit dem ihr eigenen Sarkasmus abblitzen. Erst als sie sich ein paar Monate später wiedersehen, ist klar: Penny und Noah können nicht voneinander lassen. Doch je näher sie sich kommen, desto gefährlicher scheint ihre Leidenschaft für sie und ihre Umgebung zu sein . . . Ist diese Liebe zu groß für sie?"


Rezension:
Der Roman "This is not a love story" von Holly Bourne stammt aus der Belletristik, enthält 512 Seiten, erschien am 24.03.2014 und wird Lesern ab 14 Jahren empfohlen. Das Buch ist als Taschenbuch [7,00€ D ; 7,20€ A] und eBook [4,99€ D ; 4,99€ A] erhältlich. Die zweite Auflage von "This ist not a love story" erschien am 27.05.2016 und ist jeder Zeit auf der oben verlinkten Website bestellbar.

Holly Bourne hätte sich keinen besseren Titel für ihren Roman ausdenken können als "This is not a love story", denn es unterstreicht die Tatsache, dass das Buch voller Sarkasmus ist und von vorne bis hinten nur so vor Liebe schreit. Außerdem weist es auf die Tatsache hin, dass sich Penny und Noah eigentlich nur voneinander angezogen fühlen, weil es so vorbestimmt ist.

Penny sträubt sich mit jeder Faser ihres Körpers gegen die Liebe, konzentriert sich lieber auf die Schule und trifft sich mit ihren Freundinnen. Ihre Panik Attacken machen ihr das Leben nicht gerade leicht und dann kommt noch ihre Mutter dazu, die sich ohne Grund einen Haufen Schuldgefühle macht, obwohl niemand weiß, wieso Penny seit zwei Jahren immer wieder von diesen Attacken überfallen wird. Doch als sie eines Nachts bei der Band-Night auf Noah trifft, scheint sich auf einmal alles zu verändern. Es wird ein Auf und Ab zwischen den beiden. Von tief zu hoch und zum Schluss müssen beide durch ihre eigene Hölle gehen.

Ich persönlich bin ein Mensch, der gerne Liebesgeschichten liest und obwohl der Titel behauptet, dass es keine ist, war mir von Anfang an bewusst, dass es ganz bestimmt um Liebe gehen wird. Allerdings habe ich nicht erwartet, dass mich der Kitsch wie ein Lastwagen überollen wird. Ich kenne wahrhaftig kein anderes Buch, welches so mit Klischees gefüllt ist, wie "This is not a love story". Die sarkastische Teenagerin mit einer schrecklichen Krankheit, hasst die Liebe und wohnt ganz in der Nähe von einer Hauptstadt, im Buch London. Ihre große Liebe ist natürlich ein Bandmitglied, der sie von ihren Gefühlen überzeugt, obwohl er eigentlich der totale Aufreißer ist und eine schreckliche Vergangenheit und reiche Eltern hat. Trotz ihrer Zweifel, lässt sich auf ihn ein und alles wird gut. Natürlich gibt es da dann auch noch die alt bekannte Hürde, die die beiden Überwinden müssen. aber leider nicht schaffen, damit das Ende auch schön herzzerreißend ist. Also die perfekte FanFiction und das perfekte Buch für mich. Vor zwei Jahren habe ich jeden Tag, jede Stunde, nur FanFiction gelesen und "This is not a love story" hat mich genau an diese Zeit erinnert, was mir wirklich gut gefallen hat. Zwar waren mir einige Stellen schon etwas zu kitschig, aber auch das war nochmal schön zu lesen, weil ich genau so etwas früher geliebt habe.

Die Sache mit den Klischees in dem Buch ist, dass die Protagonistin, Penny, sich selber ständig darüber beschwert, dass ihr Leben ein reines Klischee ist, obwohl dies widerum auch eines ist. Ihr eben erwähnter Sarkasmus gefällt mir sehr gut, weil es immer wieder Stellen gab, die mich zum Lachen gebracht oder mich gar an meinen Alltag erinnert haben. Ich glaube, wenn der Sarkasmus gefehlt hätte, wäre das Buch nur halb so gut wie es jetzt ist. Es gibt auch immer wieder Gedankengänge von Penny, mit denen ich mich und auch meine Freundinnen identifizieren bzw. vergleichen konnte. Beispielsweise, dass wir mittlerweile in einem Alter sind, wo wir merken, dass die meistens Jungs im selben Alter noch relativ kindisch sind. Ebenso die Tatsache, dass Mädchen auf die kleinsten Sachen achten, sobald sie sich mit einem Jungen treffen, wie zum Beispiel die Fußnägel lackieren oder ein passendes Unterwäsche-Set anziehen.

Was mich ebenso überzeugt hat ist, dass der Protagonist Noah in einer Band spielt und nicht irgendein Krimineller oder Drogensüchtiger ist, den Penny hätte "retten" müssen. Holly Bourne hat sich dafür entschieden, dass Noah an Depressionen leidet, was ich, ebenso wie die Panik Attacken von Penny, als sehr gute Entscheidung ansehe, da diese Krankheiten oftmals gar nicht als Krankheiten angesehen werden. Eine angenehme, aber typische Liebesgeschichte, die einfach zu lesen ist. Aber diese typischen Sachen sind ja noch gar nicht der Knackpunkt der Geschichte, denn dieser hat eigentlich gar nichts mit Liebe zutun.

Der Roman "This is not a love story" basiert auf Seelenverwandtschaft. Penny und Noah sind dazu bestimmt, sich voneinander angezogen zu fühlen, was allerdings zu fatalen Unfällen führen kann. Diese Unfälle versuchen zwei Wissenschaftler zu verhindern, obwohl sie die Beziehung von Penny und Noah vorerst beobachten. Die Idee, dass zwei Seelenverwandte die ganze Welt auslöschen könnten, sobald sie miteinader schlafen, ist eigentlich sehr unrealistisch, aber dennoch wirklich kreativ. Je näher sich die beiden kommen, desto größer ist eine Naturkatastrophe. Dies hatte ich vor dem Lesen des Buches überhaupt nicht erwartet, aber ich muss sagen, dass es mich positiv überrascht hat.
Es ist wirklich schade, dass die beiden am Ende doch nicht zusammen kommen, allerdings finde ich, dass es hier nicht besser hätte enden können.

Im Allgemeinen hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Holly Bourne hat eine weitreichende Fantasie und einen angenehmen Schreibstil, mit welchem sie tolle Charaktere und eine interessante Geschichte erschaffen hat. Zwar würde ich das Buch schon Lesern ab 12 Jahren empfehlen und ein-zwei Klischees und Romantik-Sätze herausnehmen, aber sonst habe ich nichts einzuwenden. Das Buch ist perfekt für Menschen, die gerne FanFictions über Bands oder generell Fiktion lesen, denn "This is not a love story" beinhaltet alles, was sich Teenager vorstellen, wenn sie jemand Berühmtes verehren.

Einen herzlichen Dank an Dtv, dass sie mir das Buch zur Verfügung gestellt haben.

Peanut xx



Donnerstag, 2. Juni 2016

Fantreffen mit Anna Todd - Köln 01.06.2016

Hallo meine Lieben!

Am 01.06.2016 war es endlich so weit, ich habe Anna Todd persönlich getroffen!
Mit diesem Post möchte ich euch einen Einblick in den Tag geben und meine Freude teilen, morgen werde ich ihn dann auch nochmal auf Englisch veröffentlichen.
Ich wünsche euch viel Spaß und beachtet bitte, dass ich natürlich nicht alles Wort für Wort mitschreiben konnte, deswegen gebe ich Annas Aussagen in eigenen Worten wieder.

Köln, Deutschland 01.06.2016 ; 20:21 Uhr

Zu dieser Uhrzeit hatten sich schön längst alle Fans, die ein Ticket gekauft hatten, in der zweiten Etage der Mayersche Buchhandlung in Köln versammelt und auf Stühle gesetzt. Angekündigt vom Filialleiter und begleitet von Bastian Hagen und ihrer Dolmetscherin,betrat sie den Raum, woraufhin alle klatschen und jubelten. Zu Beginn wurden ein paar Sachen zum Ablauf des Abends gesagt und dann ging es auch schon los. Bastian Hagen hat dreimal auf Deutsch aus "Before Us" vorgelesen und Anna einmal auf Englisch aus dem gleichen Buch. Zwischendurch gab es immer wieder die Möglichkeit Fragen zu stellen, welche ihr im Folgenden lesen könnt.

1. Anna, welche drei Sachen musst du immer bei dir haben?
  - Mein Handy, mein Ladegerät und mein Make-up.  

2. Wie viel Zeit verbringst du täglich mit deinen Fans?
  - Ich bin viel auf meinen sozialen Netzwerken, deshalb kann es schon sein, dass ich zwischen drei und sechs Stunden damit verbringe, mich mit meinen Fans zu unterhalten und auszutauschen.

3. Du hast vor Kurzem deine eigene App herausgebracht, was genau kann man damit machen?
 - Naja, vielleicht haben es schon einige bemerkt, aber ich bin ziemlich schlecht darin, meine App zu benutzen, weil ich es immer wieder vergesse. Allerdings arbeite ich daran und bin sogar schon besser geworden. Man findet dort alles, was mit mir und meinen Büchern zutun hat. Vom Prizip her ist sie eigentlich wie Tumblr., Instagram und Twitter aufgebaut.

4. Ein Kapitel nach dem anderen zu veröffentlichen ist schon eine besondere Art des Schreibens. Glaubst du, dass es in der Zukunft mehrere Autoren und Autorinnen geben wird, die es dir gleich tun?
- Ich hoffe es. Die Medien tendieren dazu, immer wieder zu behaupten, dass die Jugend überhaupt nicht mehr liest, obwohl dies gar nicht der Wahrheit entspricht. Die Kapitel nacheinander zu veröffentlichen, macht Spaß und gefällt den meisten Lesern sehr gut. Des Weiteren wären Jugendliche dann nicht nur wegen der sozialen Netzwerke am Handy, sondern auch wegen des Lesens. Also ja, ich hoffe es sehr. 

5. Was hast du dir eigentlich bei Hardins detailliert beschreibten Tattoos gedacht?
- Gar nichts. Ich persönlich habe viele typische Tattoos und nicht jedes davon trägt eine Bedeutung. Ich mag Tattoos einfach und das gleiche gilt für Hardin. Es ist schöne Kunst und außerdem würde Hardin sowieso niemals zugeben, wenn eines seiner Tattoos eine Bedeutung hätte. 

6. Kannst du bei dem Filmdreh viel mitsprechen und mitbestimmen?
- Ja, allerdings, aber auch die Fans helfen mir sehr viel. Immer wieder überraschen sie mich mit tollen Ideen. Ich würde aber auch nicht bei jedem Film sagen, dass er ein Erfolg ist, nur weil es die Verfilmung meines Buches ist. Heißt, wenn ein Film schlecht gedreht und entwickelt wird, würde ich meine Meinung auch ganz offen sagen. 

7. Werden Hardin und Tessa noch heiraten?
- Ich finde, es wäre ein ziemliches Klischee, wenn sie beides hätten, Kinder und eine Hochzeit. Deswegen sind und bleiben sie für mich nicht verheiratet, ihr könnt es euch allerdings selber denken. Außerdem verbringen die beiden so viel Zeit miteinander, dass es quasi schon so ist als wären sie verheiratet. 

8. Ist es sicher, dass Daniel Sharman den Hardin in After spielen wird?
- Ich kann noch nichts bestätigen. Wir haben uns schon getroffen und er erzählte mir, dass er bis jetzt alle Bücher gelesen hat. Ich bin wirkich sehr überzeugt von ihm und glaube, dass der Film nicht halb so gut werden würde, wenn er nicht die Rolle für Hardin übernehmen würde. Wer jetzt noch nicht von Daniel überzeugt ist, der wird es spätesten dann sein, wenn der Film in den Kinos läuft.
( Sie erzählte außerdem, dass sie Harry nicht als Besetzung ansieht, da er bereits eine reale Person ist und sie sich an Daniel gewöhnt hat.)


9. (Frage an Bastian) Wie ähnlich bist du eigentlich Hardin?
- Uff, auf die Frage war ich jetzt gar nicht vorbereitet. Ich glaube, was wir gemeinsam haben, sind die Bindungsprobleme und der Drang danach, das zu schützen, was einem lieb ist. 

10. (Zurück an Anna) Gibt es etwas, was du jetzt noch gerne an deinen Büchern verändern würdest?
- Nein, gar nichts. 

11. Wie fühlt sich das Berühmt sein an?
- Es kommt mir immer so vor als würde ich das alles aus einer anderen Perspektive sehen, aber bei Veranstaltungen wie diese hier, realisiere ich immer mehr, was ich mit meinen Büchern erreicht habe. 

12. Wieso hat Hardin ausgerechnet ein Infinity-Tattoo?
- In den U.S.A. gibt es diese typischen Tattoos und das Infinity-Zeichen ist eines davon. Hardin hat es sich einfach so machen lassen, als einen Witz. Viele Leser denken nach einer Weile, dass es dann dafür steht, dass ewige Liebe doch existiert, aber eigentlich macht er sich nur mit seinen Kumpels über das Tattoo lustig. 

13. Wie kamst du zu den Kindernamen Auden und Emery? Steckt hinter ihnen eine Bedeutung?
- Ja, das tut es wirklich. Hier habe ich meine Vorliebe zur Literatur eingeschmuggelt. Auden ist eine Ableitung für Austen, weil ich Jane Austen wirklich sehr mag und das gleiche ist bei Emerey. Für Emerey habe ich Emily Brontë genommen.

14. Was hältst du von den deutschen Covers von "After"?
- Das hört sich jetzt danach an als würde ich das in jedem Land sagen, aber das stimmt nicht: Die deutschen Covers sind ganz ehrlich meine Lieblingscovers. Der Stil gefällt mir sehr und ich habe sogar schon miterlebt wie Menschen aus anderen Länder die deutschen Ausgaben gekauft haben, einfach um sie im Regal stehen zu haben. Nach den deutschen Versionen kommen dann die japanischen, weil sie klein und bunt sind. 

15. Wie kamst du auf die Idee, mit Landon weiterzuschreiben? (Übrigens meine Frage^^)
- Das war eigentlich schon lange vorher geplant. Ich hatte die Idee von Landons Hochzeit schon im Kopf, bevor ich überhaupt bei irgendeinem Verlag war. Landon liegt mir sehr nah am Herzen und es steckt einfach viel mehr hinter seiner Geschichte als man eigentlich denkt. 

16. Was ist das Besondere am FanFiction schreiben?
- Nun ja, wenn ich kein Fan gewesen wäre, dann hätte ich womöglich auch niemals mit dem Schreiben angefangen. Es gibt einem eine Verbindung zu den Menschen, die das gleiche Interesse teilen, es ist ein "gemütlicher" Platz. Man wird nicht verurteilt und man hat einen guten Start in das Schreiben. Etwas wie ein Probelauf. Es ist einfacher einen Anfang für eine Geschichte zu finden, weil es etwas ist, was man wirklich mag. Ich habe ja zum Beispiel auch Harry [Hardin] komplett neu erfunden und das ist das schöne daran. Die Fantasie hat freien Lauf.

17. Ist es geplant aus der Sicht der Kinder zu schreiben?
- Das weiß ich noch nicht. Ich habe bis jetzt nur aus der Perspektive der Eltern geschrieben und ich bin mir nicht sicher, ob ich wissen möchte, was die Kinder alles machen, wenn sie älter werden. Ich möchte das Leben der beiden Teilen, die Geburt, erste Schritte, die erste Liebe und so weiter, nur bin ich mir noch nicht sicher, aus welcher Sichtweise ich dies schreiben werde. 

18. Hast du erwartet, dass du mal mit deinen Büchern so berühmt wirst?
- Auf keinen Fall. Ich habe weder geglaubt, dass irgendjemand meine Bücher kaufen wird, noch dass sich überhuaupt irgendwer für meine Geschichte interessiert. Ich hatte sogar noch einen Fanaccount, wo ich "Imagines" über One Direction gepostet habe und an die 100 Follower hatte, und dann passiert sowas. Das ist einfach unglaublich. 

19. Wieos hast du dich dafür entschieden, Harry den Mysteriösen zu machen, obwohl doch eigentlich eher Zayn mysteriös ist?
- Einfach weil es reine Fiktion ist. Zuvor hatte ich stets Geschichten über Zayn gelesen und da hätte ich es komisch gefunden, wenn meine Hauptrolle die gewesen wäre, über die ich immer gelesen habe. Zayn sollte seinen eigenen, neuen Charakter entwickeln. 

20. War es schwierig für dich, sich immer neue Streits auszudenken?
- Nein, eigentlich nicht. Schließlich sind Hardin und Tessa zwei völlig unterschiedliche Charaktere und sie sind noch jung, da gibt es viele Sachen, worüber man sich streiten kann. Ich glaube, je älter man wird, desto weniger streitet man sich. 

21. Also Hardin ist ja schon irgendwie gestört, aber doch cool. Wie kam es dazu, dass er dennoch bei Ken geblieben ist als er erfahren hat, dass er zwei Väter hat?
- Ich mochte Ken schon die ganze Zeit und ich wollte, dass er lange als Rolle im Buch bleibt. Deswegen musste ich das Verhältnis zwischen Hardin und Ken erst aufbauen, um dann damit rauszurücken, dass er quasi zwei Väter hat. So blieb die Verbindung zwischen Hardin und Ken aufrecht erhalten. 

22. Hättest du gerne eine Filmrolle in deinem eigenen Film?
- Ich weiß nicht genau, ob ich reden wollen würde. Ich glaube, ich hätte lieber eine Rolle im Hintergrund. Eine, die vielleicht nur ein Wort sagt. 

23. Wo möchtest du gerne noch hin und was war bis jetzt dein Lieblingsland?
- Ich möchte unbedingt noch nach Griechenland. Ich liebe Deutschland, aber ich muss sagen, dass Brasilien mein Lieblingsort bis jetzt war. Die Leute sind da einfach unglaublich nett und obwohl sie nichts haben, fühlen sie sich als hätten sie mehr. Ich mag Süd-Amerika, meine Leser sind natürlich überall wundervoll, aber als Ort würde ich Brasilien wählen. 

Das war's dann auch schon mit den Fragen. Danach mussten sich alle in eine Reihe stellen, weil die Autogrammstunde begann. Zwar ging es viel länger als eine Stunde, aber es hat sich gelohnt.
Wir haben After-Weingummis und jeweils zwei Unterschriften bekommen. Außerdem war sie unglaublich nett und hat sich für jeden einzelnen viel Zeit genommen. Alle haben ein Foto, oder auch mehrere Fotos, mit ihr gemacht, was einfach schön war.

Hier findet ihr jetzt noch Biler und Videos:












Eure Peanut xx